Die Antonov An-124 bei der Beladung in Luxemburg: Der Jet ...

Antonov Airlines Geheimnisvoller Triebwerkstransport mit einer Antonov An-124

Eine Antonov An-124 brachte ein Ersatztriebwerk auf eine abgelegene Azoren-Insel. Für welchen Jet es bestimmt war, ist offiziell nicht bekannt. Doch es gibt deutliche Hinweise.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Wenn ein Flugzeug mit einem schweren Schaden an einem kleinen oder abgelegenen Airport landet, kann das für die Airline zum Problem werden. Das merkte etwa der deutsche Ferienflieger Condor, der einen beschädigten Airbus A320 mehr als zwölf Monate im griechischen Kavala stehen hatte und dort einen eigenen Hangar errichten musste.

Ebenfalls ungünstig stand ein Flugzeug mit einem Triebwerksschaden nun am Flughafen Lajes auf der portugiesischen Azoren-Insel Terceira. Antonov Airlines teilte mit, man habe in einer Antonov An-124 ein Triebwerk von Luxemburg zum Airport Lajes transportiert - für einen Jet, der aus technischen Gründen nicht mehr fliegen konnte.

Triebwerk und Kran in Antonov An-124 geladen

Da auf der Insel kein Gerät zur Entladung zur Verfügung stand, transportierte die An-124 neben dem Triebwerk einen 48 Tonnen schweren Kran. Insgesamt wog die Ladung auf dem Hinweg 75 Tonnen. Danach brachte der Frachter das defekte Triebwerk und den Kran nach London-Stansted. Der Motor wurde per Lkw weiter nach Amsterdam transportiert.

Antonov äußerte sich weder dazu, wann der Transport stattfand, noch dazu, für welche Airline und welches Flugzeug das Ersatztriebwerk bestimmt war. Allerdings deutet alles darauf hin, dass es sich um eine Boeing 787-8 von Avianca handelte.

Auch Boeing 747 aus Kolumbien flog nach Lajes

Der Dreamliner mit der Registrierung N781AV war in der Nacht vom 26. auf den 27. September als Flug AV120 von Bogota in Kolumbien unterwegs nach London-Heathrow. Die Maschine musste jedoch mit einem beschädigten Rolls-Royce-Triebwerk in Lajes notlanden. Erst am 6. November verließ die 787 den Flughafen wieder Richtung Madrid.

Weder Antonov Airlines noch Avianca antworteten auf die Anfrage von aeroTELEGRAPH, ob die An-124 wirklich das Ersatztriebwerk brachte. Doch ein Video eines lokalen Planespotters zeigt, wie die Flieger nebeneinander stehen und Arbeiten am 787-Triebwerk stattfinden.

Am 6. Oktober war bereits eine Boeing 747-400 F der Charter-Frachtfluggesellschaft Sky Lease Cargo aus dem kolumbianischen Medellin kommende nach Lajes geflogen. Am 8. Oktober flog der Jumbo-Jet von dort aus nach Miami und am 9. Oktober weiter nach Bogota. Ob dies auch etwas mit der gestrandeten Avianca-Maschine zu tun hatte, ist nicht bekannt.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die Beladung der Antonov An-124.

Mehr zum Thema

Die nie fertig gebaute zweite Antonov An-225: Ein Bild aus Vorkriegszeiten.

Antonov hofft für neue An-225 auf Hilfe von Airbus und Boeing

Die Antonov An-124 mit dem Kennzeichen ...

In Sibirien verunglückte Antonov An-124 wird zerlegt

Antonov An-124 in Australien: Vier Transportpanzer geladen.

Antonov An-124 holt Transportpanzer aus Australien

ticker-boeing-1

Boeing steigert Auslieferungen im September auf Jahreshöchststand

Video

Embraer E195-E2 von Azul: Das Flugzeug hebt erst kurz vor dem Ende der Piste ab.
Eine Embraer E195-E2 von Azul hat in São-Paulo-Congonhas fast die gesamte Startbahn gebraucht. Es ist nicht der erste brenzlige Moment an dem Ort am Stadtflughafen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil