Dornier Do328 von Skywork: Die Airline steht im Regen.

Grounding drohtGalgenfrist für Regionalairline Skywork

Die Schweizer Regionalairline hat noch zwei Wochen Zeit. Kann Skywork bis dann kein frisches Geld auftreiben, stoppen die Behörden den Flugbetrieb.

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Es läuft bei Skywork Airlines offenbar schon seit einigen Monaten nicht mehr gut. Man habe «seit geraumer Zeit die Aufsicht über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit» der Fluggesellschaft verstärkt, meldet das schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl). Man sei dabei vom Management «jederzeit transparent über die Geschäftslage informiert» worden, heißt es in einer Medienmitteilung vom Montag (16. Oktober) weiter.

Wenn die Aufseher so vorgehen, ist das ein Alarmzeichen. Keiner weiß das besser als Skywork selbst. Nach einer waghalsigen Expansion in den Jahren 2011 bis 2015 stand die Fluggesellschaft bereits einmal unter verschärfter Aufsicht. Damals wurden 70 Millionen Franken oder umgerechnet 60 Millionen Euro verbrannt und die Fluglinie stand kurz vor dem Aus.

Behörde konnte nicht überzeugt werden

Mit neuen Aktionären und neuem Management versuchte Skywork 2015 den Neustart. Es gelang zunächst, den Betrieb zu stabilisieren und die Verluste zu reduzieren. Der Aufbau einer Basis in Basel und eine neue Partnerschaft mit KLM sollten Skywork zudem neue Kunden und Einnahmen bringen. Doch der Plan ging finanziell nicht auf.

Kürzlich kündigte Skywork an, die Basis Basel zu schließen, um Geld zu sparen. Auch Strecken wurden auf den Winterflugplan aus dem Programm genommen. Auch das reichte nicht aus, um die Behörden zu überzeugen. «Trotz intensiver Bemühungen konnte Skywork aber bis zum aktuellen Zeitpunkt keinen gesicherten Finanzierungsnachweis für den kommenden Winterflugplan 2017/18 vorlegen», meldet das Bundesamt für Zivilluftfahrt.

Frisches Geld oder neuen Investor

Deshalb hat die Behörde die Betriebslizenz nur noch befristet erteilt. Ende Oktober läuft sie aus. Das bedeutet, dass die Aufseher daran zweifeln, dass Skywork im Winter den Flugbetrieb noch sicher gewährleisten kann. Die Schweizer Regionalairline hat also nur noch zwei Wochen Zeit, um einen neuen Investor zu finden oder die alten Anteilseigner davon zu überzeugen, frisches Geld einzuschießen.

Ein Aus wäre auch ein harter Schlag für den Flughafen Bern. Skywork ist sein größter Kunde. Man unterstütze die Fluglinie «weiterhin im Rahmen der Möglichkeiten» und wünsche «dem Unternehmen viel Erfolg, den Finanzierungsnachweis zu erbringen». Zuversicht klingt anders. Skywork-Chef Martin Inäbnit meint nur: «Unser Fokus liegt zurzeit im Finanzierungsnachweis, den wir innerhalb der gesetzten Frist erbringen wollen. Daran arbeiten wir mit Hochdruck.»

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