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Neue Boeing 737 von Sun Express

Frisch geliefert und doch nicht ganz fertig

Sun Express rüstet Boeing 737 mit Treibstoff sparenden Split Scimitar Winglets aus. Dennoch werden neue Flieger noch mit den alten Flügelspitzen geliefert. Warum?

Simeon Lüthi/aeroTELEGRAPH

Split Scimitar Winglet (hier bei United): Sun Express rüstet die Flotte um.

Der Beschluss fiel vergangenen Dezember. Man werde 31 Boeing 737-800 auf neue Split Scimitar Winglets umrüsten, verkündete damals Sun Express. Die gemeinsame Ferienfluggesellschaft von Lufthansa und Turkish Airlines will so Kerosin sparen. Je nach Beladung und Strecke beträgt der Kostenvorteil der gespaltenen Flügelspitzen gemäß deren Hersteller bis zu 2,2 Prozent. Sun Express selbst erwartet über alle Flüge gesehen eine Ersparnis von 1,5 Prozent.

Dennoch nahm die Fluggesellschaft in den vergangenen Wochen vier neue Boeing 737 in ihre Flotte auf, die noch mit den klassischen Blended Winglets ausgerüstet sind. Das sind nach oben gebogene Flügelspitzen. Zuletzt waren es die Maschinen mit den Kennzeichen TC-SOC, TC-SOD, TC-SOE und TC-SOF Hat Sun Express ihre Meinung geändert, oder wird gespart? «Nein», erklärt ein Sprecher.

Erst im Winter

Die Split Scimitar Winglets werden von Aviation Partners Boeing angeboten, einem Gemeinschaftsunternehmen des Flugzeugbauers mit dem amerikanischen Winglet-Hersteller Aviation Partners. Und er bietet sie nur als Nachrüstung zu Blended Winglets an. Das heißt, die gespaltenen Flügelspitzen können erst nachträglich angebaut werden – auch bei werksneuen Jets. «Bei den im Verlaufe von 2017 gelieferten Flugzeugen passiert das im Winter 2017/18», erklärt der Sprecher.  Bei den Boeing 737, die 2018 in die Flotte aufgenommen werden, geschieht es im Winter 2018/19.



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