Airbus-Chef Guillaume Faury: Zu früh für konkurrenzfähige Wasserstoffflieger.

Airbus-Chef Faury«Wir wollen keine Concorde des Wasserstoffs»

Man könne ein Wasserstoffflugzeug bauen, sagt Airbus-Chef Guillaume Faury. Doch es wäre nicht wettbewerbsfähig. Der europäische Flugzeugbauer ändert daher seinen Plan.

Top-Jobs

Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
.

Verkehrsleiter vom Dienst (m/w/d)

Memmingen
Feste Anstellung
Flughafen Memmingen GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das Ziel war hochgesteckt. Auch auf Druck der französischen Regierung gab Airbus im Jahr 2021 bekannt, innerhalb von 14 Jahren ein Regionalflugzeug und ein Mittelstreckenflugzeug zu bauen, die keinerlei CO2-Emissionen ausstoßen. Der europäische Flugzeugbauer legte sich dabei auf eine Antriebstechnologie fest: Wasserstoff.

Der überbordende Optimismus ist inzwischen verflogen. Das erste Wasserstoffflugzeug werde «voraussichtlich später als 2035 kommen», gab Airbus kürzlich bekannt. Und jetzt legt Guillaume Faury nach. «Wir haben in den vergangenen vier Jahren viel gelernt», sagte der Konzernchef am Montag (24. März) bei einer Veranstaltung in Toulouse. Doch man habe erkennen müssen, dass die Zeit noch nicht reif für ein Wasserstoffflugzeug sei.

Wasserstoffflugzeug noch nicht wettbewerbsfähig

Man solle ihn nicht falsch verstehen, so Faury. «Wasserstoff ist die Energie der Zukunft», so der Manager. «Davon bin ich weiterhin überzeugt.» Das Projekt sei auch nicht tot. Und man wisse inzwischen auch, dass Airbus ein funktionierendes Wasserstoffflugzeug bauen könne.

Doch dieses neue Modell wäre schlicht noch «nicht gut genug», sagte der Airbus-Lenker. Die Entwürfe seien kommerziell nicht wettbewerbsfähig. «Wir wollen keine Concorde des Wasserstoffs», erklärte er mit Verweis auf den Überschallflieger, der technologisch führend, aber für die Betreiber nie rentabel war.

Die legendäre Concorde. Bild: Air France

Airbus setzt künftig mehr auf nachhaltiges Kerosin

Das sei aber nicht der einzige Grund. Auch die Aufsichtsbehörden seien nicht bereit für Wasserstoffflugzeuge. Zudem fehle die gesamte Infrastruktur an den Flughäfen, sagte Faury. Man müsse einfach einsehen, dass es noch nicht der richtige Moment für die Technologie sei. «Es braucht viel mehr Zeit, als wir dachten», gestand der Airbus-Chef ein.

Künftig will der Flugzeugbauer vermehrt auf nachhaltiges Kerosin setzen, sogenanntes Sustainable Aviation Fuel oder kurz SAF. «Die Entwicklung ist zwar spät und langsam», so Faury. Aber die Branche sei dabei insgesamt schon viel weiter als viele denken würden.

Mehr zum Thema

Wasserstoffflieger von Airbus: So könnte er aussehen.

Airbus will 2025 erstmals mit Wasserstofftanks abheben

Airbus A380 von British Airways am Flughafen Heathrow: Die Klimaneutralität wird deutlich teurer.

Emissionsziel kostet Luftfahrtbranche 480 Milliarden Euro mehr als gedacht

Eine von Boeings Ideen für einen Zukunftsflieger: Hat vorerst eher symbolischen Charakter.

So will Boeing seinen Zukunftsflieger finden

ticker-airbus-konzern-

Airbus bestätigt Jahresziel von rund 820 Auslieferungen

Video

beond a319 red sea intermational airport
Der Red Sea International Airport in Saudi-Arabien hat durch Beond seine erste direkte Anbindung an Europa erhalten. Über den Flughafen sollen vor allem Luxus-Touristinnen und -Touristen ans Rote Meer reisen. Er hat einige Besonderheiten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
seattle delta alaska
Auf einer Blaubeerfarm im US-Bundesstaat Washington wurde vor zwei Wochen ein Leck an einer Pipeline entdeckt. Eine Lösung gibt es noch nicht. Und das spüren auf die Fluggesellschaften am Seattle-Tacoma International Airport.
Timo Nowack
Timo Nowack
flughafen koeln bonn vorfeld
Es sind absurde Versuche, noch ins Flugzeug zu gelangen: Am Wochenende hat es am Airport Köln/Bonn einen zweiten Vorfall gegeben, bei dem Reisende aufs Vorfeld rannten.
Timo Nowack
Timo Nowack