Boeing 777X: Schon sehr verspätet.

Bereits veraltet«Wir nehmen sie nicht ab»: Emirates weist erste zehn Boeing 777X zurück

Emirates will die ersten zehn für sie gebauten Boeing 777X nicht übernehmen. Airline-Präsident Tim Clark hält die Flugzeuge nach Jahren der Verzögerungen und zahlreichen Konstruktionsänderungen für ungeeignet. Seine Kritik fällt scharf aus – und endet mit einem spöttischen Vergleich zu Konservendosen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Emirates ist mit Abstand die größte Kundin der Boeing 777X. Nicht weniger als 270 Exemplare hat die Golfairline bestellt. Und darum hat ihr Wort Gewicht. Und was ihr Präsident Tim Clark nun über frühe Exemplare des neuen Langstreckenmodells sagte, dürfte den Managern des Flugzeugbauers nicht gefallen.

Die ersten zehn für Emirates produzierten 777X erforderten derart umfangreiche Anpassungen, dass sie nicht mehr für den Einsatz im Passagierverkehr geeignet seien, so Clark gegenüber der Zeitung The Telegraph. Das Design des neuen Flugzeugmodells habe seit der Lancierung so viele wesentliche Änderungen erfahren, dass eine Anpassung an den neuesten Stand nicht durchführbar sei.

Emirates: «Sie hätten ihr halbes Leben schon hinter sich»

«Wir nehmen diese Charge nicht ab, und damit hat es sich», sagte er. «Was sie damit machen, ist aus unserer Sicht ihre Sache.» Clark sagte weiter, Boeing versuche, einen Abnehmer für die Flugzeuge zu finden. Und scherzhaft fügte hinzu: «Heinz wäre interessiert – für Baked-Beans-Dosen». Übersetzt: Die zehn 777X taugten vielleicht noch als Blech für Dosen.

Zum einen wären die Flugzeuge schon acht Jahre alt, wenn man sie 2027 übernehmen würde. «Sie hätten ihr halbes Leben schon hinter sich», so Clark am Dienstag (21. Juli) bei einer Veranstaltung bei der Farnborough Airshow. Schließlich sei ursprünglich geplant gewesen, sie 2020 zu übernehmen. Zudem stünden sie sei Langem herum. Auch das erfordere großen Aufwand, um sie wieder fit zu machen.

Erste Boeing 777X bereits verschrottet

Eine erste 777X hat Boeing bereits verschrottet, wie kürzlich bekannt wurde. Es war das siebte jemals gebaute Exemplar mit der Testkennung WH007. Das Flugzeug wurde im Juli 2019 fertiggestellt und stand seitdem auf dem Boeing-Gelände in Everett. Es war für Emirates bestimmt.

Clark betont aber, dass die Boeing 777X bereits deutlich besser geworden sei. Man habe das maximale Startgewicht und die Schubkraft der Triebwerke verbessert. Daher sei man sehr zuversichtlich, dass das Flugzeug am Ende ein wirklich gutes sei.

Wir lieben Flugzeuge – und guten Journalismus. Unser Team aus erfahrenen Redakteurinnen und Redakteuren recherchiert, prüft, erklärt. Unterstützen Sie uns für weniger als einen Cappuccino im Monat – und lesen Sie aeroTELEGRAPH ohne Werbung. Jetzt hier klicken und abonnieren. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

U-Dream-Headrest im Einsatz: Aktuell nur auf drei Airbus a350 verfügbar.

Emirates macht das Nackenkissen überflüssig

ticker-emirates

Emirates hat Kabine des 100. Flugzeugs umgerüstet

ticker-emirates

Emirates ersetzt auf einem Flug nach Zürich den Airbus A380 durch Boeing 777

ticker-emirates

Emirates setzt auf zwei von vier Flügen nach Colombo jetzt einen Airbus A350 mit Premium Economyein

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg