Die D-AIHV, hier beim ersten, Covid-bedingten Teruel-Aufenthalt 2020: Danach flog sie erneut für Lufthansa.

Für USCZwei von Lufthansa ausgemusterte Airbus A340 heben bald wieder ab

USC hat Lufthansa fünf ausgeflottete Airbus A340-600 abgekauft. Zwei davon werden bei der deutschen Charterairline bald wieder abheben - und das zunächst inklusive First Class.

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Bisher besteht die Flotte von USC lediglich aus zwei Flugzeugen: einem Airbus A340-300 und einem A340-600. Beide flogen früher für South African Airways SAA. Mit dem größeren Jet brachte USC kürzlich die iranische Fußballnationalmannschaft zur WM nach Mexiko.

Doch bald wird die Flotte wachsen. USC wird demnächst zwei A340-600 in Betrieb nehmen, die zuvor Lufthansa gehörten. Vorher werden die beiden Langstreckenflieger aber noch gründlich überprüft und auf Vordermann gebracht. Die Sechs-Jahres-Checks lässt die deutsche Charterairline in Manila durchführen. Die D-AIHV steht seit Mitte Mai in der philippinischen Hauptstadt, die D-AIHU war schon einen Monat früher dran und ist seit dem 8. Juni zurück in Deutschland.

Airbus A340-600 behalten vorerst die Lufthansa-Kabine

«An der D-AIHU werden derzeit am Flughafen Hahn noch kleinere Anpassungen vorgenommen, wie etwa der Austausch der Feuerlöscher», erklärt USC-Chef Klaus Dieter Martin im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. In etwa vier bis sechs Wochen soll der Vierstrahler den Dienst aufnehmen. Bei der D-AIHV soll es etwa in sieben bis zehn Wochen so weit sein.

Bei Lufthansa hatten die beiden A340-600 jeweils 281 Plätze - 8 in der First, 56 in der Business, 28 in der Premium Economy und 189 in der Economy Class. «Die Kabinen haben wir vorerst in der Konfiguration von Lufthansa belassen», sagt Martin. Aber das wird nicht ewig so bleiben. «Mittelfristig werden wir sie umbauen, sodass wir auf rund 30 Business- und 370 Economy-Class-Plätze kommen», so der USC-Chef. «Denn eine First Class und 56 Plätze in der Business Class brauchen wir im Chartergeschäft nicht.»

«Schon eine ganze Menge Anfragen für die Flugzeuge»

Ihre bisherigen beiden Flugzeuge konnte die deutsche Charterfluglinie dagegen in der Bestuhlung von SAA belassen. Der A340-300 hat 38 Business-Sitze und 215 Economy-Plätze. Beim A340-600 finden 42 Gäste in der Business Class Platz, 275 in der Economy.

Einer der aktuellen Aufträge kommt von Surinam Airways. Für die nationale Fluglinie des südamerikanischen Landes verbindet USC Paramaribo mit Amsterdam. Für welche Kunden die beiden A340-600 im Einsatz stehen werden, die einst für Lufthansa flogen, verrät Martin nicht. Er sagt lediglich: «Wir haben schon eine ganze Menge Anfragen für die Flugzeuge». Eine dürfte vom Start-up Can Am Airways kommen, die Afrika über die Kanaren mit den USA verbinden will.

Die beiden A340-600 heißen künftig D-AUSX und D-AUSY

Zuvor bekommen die beiden Langstreckenjets aber neue Kennzeichen. Aus der D-AIHU wird die D-AUSY, aus der D-AIHV die D-AUSX. Die bisherigen Flugzeuge von USC tragen die Kennungen D-AUSC (der 21,5 Jahre alte A340-300) und D-AUSZ (der 22,5 Jahre alte A340-600).

Durch die Neuzugänge sinkt auch das Durchschnittsalter der Flotte. Denn die beiden Jets sind etwas mehr als 18 Jahre alt. Vorerst tragen sie ein neutrales Äußeres, bei dem die Hinweise aus Lufthansa entfernt wurden. Das Design von USC soll später folgen.

USC kaufte insgesamt fünf Airbus A340-600 von Lufthansa

Lufthansa hatte die D-AIHV Ende Januar 2025 ausgemustert und zum spanischen Flugzeugparkplatz Teruel gebracht. Die D-AIHU folgte Anfang Mai 2025.

Insgesamt hat USC Lufthansa sogar fünf Airbus A340-600. Neben den beiden, die bei der Charterairline in den Betrieb zurückkehren, wird die ehemalige D-AIHI am Flughafen Hahn als Ersatzteilspenderin genutzt. Zwei weitere (D-AIHP und D-AIHT) hat USC weiterverkauft an das Unternehmen Executive Jet, das die Jets in Polen zerlegen und in Teilen verkaufen will.

Bis Oktober hat Lufthansa noch vier Airbus A340-600

Lufthansa hat insgesamt schon 20 Airbus A340-600 ausgemustert, inklusive der fünf Exemplare, die an USC gingen. Vier weitere gehören noch zur Flotte der größten deutschen Fluglinie, die D-AIHW, -X, -Y, und -Z. Im Oktober sollen auch sie Lufthansa verlassen.

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