Lufthansa nimmt Cityline aus dem Betrieb
Aber damit ist noch nicht Schluss. Am Donnerstag (16. April) teilt der Luftfahrtkonzern mit, dass er die Zügel weiter anzieht. «In Anbetracht deutlich gestiegener Kerosinpreise, die sich im Vergleich zum Zeitraum vor dem Iran-Krieg mehr als verdoppelt haben, sowie steigender Mehrbelastungen aus Arbeitskämpfen, wird die Umsetzung der Unternehmensstrategie in Teilen vorgezogen», so Lufthansa Group. Dazu habe man ein erstes Paket beschlossen.
Als erster Schritt werden ab Samstag (18. April) «zunächst die 27 operativen Flugzeuge von Lufthansa Cityline endgültig aus dem Programm genommen, um weitere Verluste der defizitären Fluggesellschaft zu reduzieren», schreibt Lufthansa Group. Im zweiten Schritt wird die Langstreckenkapazität zum Ende des Sommerflugplans um sechs Jets reduziert.
Vier Airbus A340-600 gehen, Winterpause für zwei Boeing 747-400
Dazu sollen die letzten vier Airbus A340-600 die Flotte im Oktober verlassen, womit dann die Ära dieses Modells bei Lufthansa endgültig zu Ende geht. Zusätzlich werden ab Oktober zwei Boeing 747-400 über den kommenden Winter stillgelegt. «Der endgültige Abschied dieses Flugzeugtyps ist für das kommende Jahr vorgesehen», so Lufthansa.
Im kommenden Winterflugplan 2026/27 folgt als dritter Schritt eine Reduzierung der Kapazitäten der Lufthansa-Kernmarke «im Rahmen der avisierten Konsolidierung von Kurz- und Mittelstreckenverkehren über sechs Drehkreuze der Lufthansa Group», heißt es. Diese zusätzliche Angebotsreduktion entspreche fünf Flugzeugen der Lufthansa-Kernmarke.
Lufthansa will weniger nicht abgesicherte Kerosinkäufe
Mit diesen Schritten wolle man sich von «besonders ineffizienten Flugzeugen» trennen. Die folgenden Kerosin-Einsparungen würden auch dazu führen, dass der Rest der Flotte weniger schnell auf den nicht abgesicherten Teil des Treibstoffs der Gruppe angewiesen sei.
«Der Kerosinverbrauch der Passagier-Airlines der Lufthansa Group ist auf Basis des Rohöl-Preises mit rund 80 Prozent überdurchschnittlich hoch abgesichert», erklärt der Konzern. Die verbleibenden 20 Prozent müssten aber zu deutlich gestiegenen Preisen gekauft werden. «Dieser besonders teure Anteil des Treibstoffbedarfs wird um rund zehn Prozent reduziert.»
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Lufthansa Group kündigt weiterhin neue Sparvorgaben für Stellenbesetzungen, interne Veranstaltungen und externe Beratungsleistungen an. «Sie flankieren das bestehende Abbauziel von konzernweit 4000 Stellen in der Verwaltung bis 2030», heißt es.
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