Boeing 737 Max 8 von Southwest: Schichtet die Airline das Orderbuch um?

30 Boeing 737 MaxSouthwest schaut sich auf Boeings Parkplatz um

Boeing hat Kunden für bereits produzierte 737 Max verloren. Diese Flieger muss der Flugzeugbauer nun loswerden. Southwest zeigt Interesse.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Das Grounding und die Corona-Krise haben Boeings Orderbuch für die 737 Max hart getroffen. Kunden stornierten Bestellungen für Hunderte Flieger, viele weitere gelten als unsicher. So stehen inzwischen rund 1500 Boeing 737 Max weniger als sichere Aufträge in den Büchern. Dazu kommen Fluggesellschaften, die ihre Flieger gerne später übernehmen wollen.

Zudem hat der Flugzeugbauer rund 450 der Flieger produziert, sie aber bisher nie ausliefern können. Darunter befinden sich sowohl fertig lackierte für Kunden, welche die 737 Max weiterhin haben wollen, als auch sogenannte White Tails. Dabei handelt es sich um fertige Jets, die keinen Kunden mehr haben und auch noch keine entsprechende Bemalung. Boeing soll Delta Air Lines, die noch kein Max-Kunde ist, White Tails angeboten haben.

Max-Kunden könnten durch White Tails sparen

Nun berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, Southwest Airlines befinde sich mit Boeing und Leasingfirmen in weit fortgeschritten Gesprächen über 30 White Tails. Laut Informanten würde der Billigflieger die Flieger aber nicht zusätzlich zu seinen 249 bisher bestellten Boeing 737 Max nehmen, sondern damit 30 andere georderte Jets ersetzen.

Zum einen dürfte Southwest die White Tails deutlich billiger bekommen als die ursprünglich bestellten Flugzeuge. Zum anderen könnte sie mit einem solchen Deal verhindern, dass Boeing viele der kundenlosen Flieger zu sehr günstigen Preisen an andere Fluggesellschaften verkauft und damit den Marktwert der 737 Max drückt.

Gespräche auch mit United und Alaska

Boeing befindet sich laut Bloomberg mit den Max-Kunden United und Alaska Airlines in ähnlichen Gesprächen über White Tails. Der Konzern setzt auf die baldige Wiederzulassung der Max und hat Interesse daran, bereits gebaute Exemplare schnell vom Hof zu bekommen.

Mitte Oktober wurde bekannt, dass Alaska Airlines auch über eine mögliche Aufstockung ihrer Max-Order verhandelt. Dafür könnte die Fluglinie ihre Airbus-Flieger zumindest teilweise aussortieren, wenn nicht gar ganz.

Southwest schaut sich auch bei Airbus um

Derweil spielt der reine Boeing-737-Betreiber Southwest mit dem Gedanken, bei kleinen Fliegern künftig auch auf Airbus zu setzen. «Der Airbus A220 und die Boeing 737 Max 7 sind die beiden Akteure auf dem Markt, und beide Flugzeuge haben ihre Stärken und ihre Schwächen», sagte Operativchef Mike Van de Ven kürzlich.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max: Kurz vor Wiederzulassung.

Darf die Boeing 737 Max noch im November wieder fliegen?

Cockpit einer Boeing 737 Max beim Testflug der FAA: Sind die Checklisten zu lang?

Piloten kritisieren geplantes 737-Max-Training

737 Max: Boeing hat einige Exemplare abzugeben, die keinen Kunden mehr haben.

Boeing macht Delta herrenlose 737 Max schmackhaft

Boeing KC-135 Stratotanker: Über dem Irak abgestürzt.

Boeing KC-135 der USA über Irak abgestürzt

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack