Airbus A380 D-AIME: Für immer aussortiert.

Keine RückkehrSechs ehemalige Airbus A380 von Lufthansa sind jetzt Ersatzteilspender

Die deutsche Fluglinie verkaufte sechs A380 zurück an Airbus. Abheben werden diese ehemaligen Lufthansa-Jets nicht mehr. Sie verlängern das Leben anderer A380.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Entscheidung fiel nicht erst in der Pandemie. Schon 2019 beschloss Lufthansa, sechs ihrer 14 Airbus A380 zurück an den Hersteller zu verkaufen. Als das Corona-Virus dann im folgenden Jahr die Luftfahrt weltweit zu Boden zwang, nahm die deutsche Airline alle ihre Superjumbos außer Betrieb. Eine Rückkehr war nicht geplant. Bis zum Sommer 2022.

Dann zog nämlich die Nachfrage nach Langstreckenflügen wieder überraschend stark an. Und zugleich war klar: Aufgrund von Lieferverzögerungen bei neuen Langstreckenjets wie der Boeing 777-9 steht Lufthansa ein Problem ins Haus. Daher entschied sie sich, doch einige A380 zu reaktivieren - zuerst war von drei Fliegern die Rede. Doch es wurden mehr. Und seit August 2023 steht fest: Lufthansa wird wieder mit allen acht A380 fliegen.

«Auch wir mussten auf diese Teile zurückgreifen»

Und weil es für den Superjumbo bei Lufthansa wieder so gut läuft, spekulierte mancher Luftfahrtfan zuletzt sogar darüber, ob die Fluglinie womöglich einige oder alle der sechs A380 zurückleasen will, die sie für insgesamt 315 Millionen Euro an Airbus verkauft hat.

Doch das wird nicht geschehen. «Wir haben bei der Airbus-A380-Flotte keine Pläne, mehr als die acht Flugzeuge in Betrieb zu nehmen, die uns noch gehören», sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag (7. März) auf eine Frage von aeroTELEGRAPH. «Ich möchte auch fast so weit gehen, dass von den sechs, die uns nicht mehr gehören, nicht mehr viel übrig ist, weil alle in der Branche die Ersatzteile gebraucht haben. Auch wir mussten auf diese Teile zurückgreifen und sie in die acht Flugzeuge einbauen, die fliegen.»

So weit ist Lufthansa bei der A380-Reaktivierung

In Flugzeugdatenbanken sind die sechs A380, die bei Lufthansa D-AIMD/Tokio, D-AIME/Johannesburg, D-AIMF/Zürich, D-AIMG/Wien, D-AIMI/Berlin und D-AIMJ/Brüssel hießen, noch als «stored», also «eingelagert» aufgelistet, nicht als «scrapped», also «verschrottet». Spohrs Aussagen machen aber klar: Die Jets werden nicht mehr abheben. Stattdessen werden sie anderen A380 zu einem längeren Leben verhelfen.

Von Lufthansas acht A380 sind bereits vier wieder im Betrieb. Ein weiterer, die D-AIMC, wird in Kürze folgen. Die D-AIMH befindet sich zur großen Wartung in Manila. Die D-AIMA und D-AIMB stehen noch im spanischen Teruel - sie sollen spätestens 2025 zurückkehren.

Mehr zum Thema

Der bisherige Träger des Namens Frankfurt am Main: Der Airbus A380 mit dem Kennzeichen D-AIMA (Archivbild).

Lufthansa bringt auch siebten und achten Airbus A380 zurück

Airbus A380 von Lufthansa in Teruel: Sechs Superjumbos gehen an Airbus.

Airbus zahlt Lufthansa über 300 Millionen für sechs A380

Zwei Airbus A380 von Lufthansa bei Lufthansa Technik Philippines zum Zwölf-Jahres-Check: die D-AIMH und die D-AIMC.

So funktioniert der Zwölf-Jahres-Check beim Airbus A380

Der Airbus A380 von Global Airlines: Soll vor Jahresende wider fliegen.

Global Airlines will weiteres Flugzeug - und die Malediven ansteuern

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg