Ersatz für westliche KomponentenRussische Sitze des Superjet New halten Test nicht stand

Russland arbeitet daran, sein Regionalflugzeug russischer zu machen. Bei den Sitzen gab es nun einen Rückschlag für den Superjet New.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Der russische Superjet 100 hat dieses Jahr schon Interesse aus mehreren Ländern auf sich gezogen. Die Nationalairline Belavia aus Belarus möchte die künftige Variante Superjet New kaufen, bei der westliche Komponenten ersetzt werden. Auch Nordkorea und der Iran haben für heimische Fluggesellschaften ein Auge auf den russischen Regionaljet geworfen.

Derweil steht Russland vor der Herausforderung, Ersatz für westliche Komponenten des Flugzeuges zu schaffen. Diese können die Flugzeugbauer des Landes nicht mehr beziehen aufgrund westlicher Sanktion als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine.

16 g ist zu viel für diese russischen Sitze

Ende August hatte ein Prototyp des Superjet New seinen ersten Flug absolviert, nachdem zuvor rund 40 ausländische Systeme und Teile durch einheimische ersetzt worden waren. Angetrieben wurde dieser Prototyp allerdings noch vom französisch-russischen Triebwerk Powerjet Sam 146, das künftig aber durch das russische PD-8 ersetzt werden soll.

In einem anderen Bereich gab es jetzt einen Rückschlag. Wie der Luftfahrtkanal Aviatorshina berichtet, wurden neue, russische Sitze für den Superjet getestet. Doch die Sitze des Aerospace Systems Design Bureau hielten dem Härtest, bei dem sie Kräften von 16 g ausgesetzt wurden, nicht stand. Fotos zeigen, wie eine Reihe mit drei Sitzen nach vorne herausgerissen und umgekippt ist. Drei Crashtest Dummies wurden darunter begraben.

100 Prozent russisch ist nicht möglich

Die Sitze des Superjets kamen ursprünglich von der Firma B/E Aerospace aus Florida, die 2017 vom Unternehmen Rockwell Collins übernommen wurde, das dann über mehrere Stationen in Raytheon Technologies aufging. Der Plan, das Flugzeug als Superjet New russischer zu machen, kam allerdings nicht erst mit den Sanktionen auf. Schon 2019 plante die Regierung, den Anteil russischer Komponenten am Jet auf 50 bis 60 Prozent zu erhöhen.

Dass Russland 2022 durch die Sanktionen ganz von westlichen Zulieferern abgeschnitten wurde, spitzte das Projekt zu. Dennoch gestand Vladimir Artyakov, stellvertretender Chef des staatlichen Dachkonzerns Rostec, dass es nicht möglich ist, 100 Prozent russische Teile zu verwenden. Einen kleinen Anteil, den man selber nicht herstellen könnte, werde man weiterhin importieren müssen, sagte der Manager. «Aber unsere Partner werden uns immer helfen in dieser Angelegenheit», so Artyakov. Wen er damit meinte, verriet er nicht.

Mehr zum Thema

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

ticker-aeroflot

Aeroflot verbindet Irkutsk mit chinesischer Strand-Destination

Techniker von Aeroflot: Das Wartungsunternehmen Aeroflot Technics ist Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden.

Schwerer Hackerangriff legt Aeroflot Technics lahm - an einem ganz besonderen Datum

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Video

wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies