Boeing 737 Max: Ärger aus Russland.

BestellungRussische Leasingfirma verklagt Boeing wegen 737 Max

Avia Capital Services will die 35 bestellten 737 Max nicht mehr und verklagt Boeing auf Schadenersatz. Der Hersteller habe «fahrlässig» gehandelt, so die russische Leasingfirma.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Eigentlich hofft Boeing, dass die 737 Max bereits im Oktober wieder abheben darf. Ein sportlicher Zeitplan, doch der Flugzeugbauer gibt sich zuversichtlich. Offenbar reicht das nicht allen Kunden. Nach der saudi-arabischen Airline Flyadeal hat nun ein zweiter Kunde eine Bestellung von Boeing 737 Max storniert.

Die russische Leasingfirma Avia Capital Services - eine Tochter des staatlichen Technologiekonzerns Rostec - will ihre 35 Boeing 737 Max nicht mehr, berichtet die russische Nachrichtenagentur Itar Tass. Damit nicht genug. Wie die Wirtschaftszeitung Financial Times schreibt, hat die Firma auch eine Klage gegen den Flugzeugbauer eingereicht.

Schadenersatz und Entschädigung für Umsatzverlust

Avia hatte die Flieger vor dem Grounding bestellt und wirft Boeing vor, den Kunden wichtige Details über die Flugtüchtigkeit des Jets vorenthalten zu haben. Der Hersteller habe «fahrlässig» gehandelt und ein «defektes» Flugzeug entworfen. Wichtige Informationen habe man den Kunden einfach nicht mitgeteilt – «absichtlich».

Avia Capital Services erklärt, man habe 35 Millionen Dollar als Vorauszahlung gezahlt. Die will die Firma zurück. Zudem will sie 75 Millionen an verlorenem Umsatz, sowie «weitere Millionen» an Schadenersatz.

Zuvor Auslieferung verschoben

Avias Anwalt Steven Marks erklärt gegenüber der Financial Times, dass Boeing zwar Kompensationen angeboten habe, diese aber ungenügend seien. Laut Marks haben ihn bereits andere Kunden kontaktiert und sich wegen Klagen gegen Boeing informiert. Marks vertritt auch 30 Familien von Opfern, die bei den beiden Abstürzen von Boeing 737 Max ums Leben gekommen sind.

Nur in einem Nebensatz erwähnt wird die Tatsache, dass Avia bereits vor den beiden Abstürzen die Auslieferung von 33 der 35 bestellten Flieger nach hinten verschoben hatte. Ursprünglich hatten die Jets zwischen 2019 und 2022 eintreffen sollen, nun ist der geplante Zeitraum 2022 bis 2024 – falls die Order doch noch zustande kommt. Laut Avia ist man auch bereit, sich zu einigen – was wohl heißt, dass man ein entsprechendes finanzielles Entgegenkommen erwartet.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-787-9

Boeing weist im Juli nur 38 neue Bestellungen aus

ticker-usa

US Navy sucht neue Kampfdrohne für Flugzeugträger

Boeing 737 Max 7: Klein, aber mit viel Reichweite ausgestattet.

Boeing bringt die 737 Max 7 ans Ziel - was sie den Kunden bietet

ticker-boeing-1

Boeings Tarifangebot findet erste Zustimmung bei Gewerkschaft - Streikrisiko sinkt

Video

fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack
iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Unglücksort: Das Wrack der ATR 72 von Voepass.
Schon lange vor dem Absturz der ATR 72 mit 62 Toten waren bei Voepass Probleme mit Wartung und Enteisung bekannt. Dennoch wurde laut Erkenntnissen der brasilianischen Bundespolizei nicht konsequent gehandelt. Ihre Ermittlungen belasten die Fluggesellschaft - aber auch die Luftfahrtbehörde Anac.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin