EmbraerNeuer Turbopropflieger basiert auf E2-Jets

Der brasilianische Flugzeugbauer treibt sein neuestes Projekt voran. Wichtige Merkmale des neuen Turbopropflugzeuges stehen inzwischen fest.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Vor fünf Monaten präsentierte Embraer erste am Computer gefertigte Visualisierungen des nächsten großen Projekts. Auf ihnen war das geplante neue Turbopropflugzeug von der Seite und von hinten zu sehen. Jetzt hat der brasilianische Flugzeugbauer erstmals auch eine Ansicht von vorne veröffentlicht.

Bilder alleine bedeuten an sich noch wenig. Doch etwas fiel schon im Oktober auf und wird durch die neue Visualisierung bestätigt: Embraer scheint definitiv einen Tiefdecker bauen zu wollen. Damit wird sich das neue Propellerflugzeug von den Modellen der beiden großen Konkurrenten ATR und De Havilland Canada unterscheiden, die Schulterdecker sind. Auch die Projekte für Neuauflagen von Klassikern wie die Deutsche Aircraft D328 Eco oder die neue Dornier 228 haben oben am Rumpf anliegende Tragflächen.

Mehr Komfort dank breiterer Kabine

Zudem ist auf dem neuen Bild erkennbar,  dass die Nase des neuen Modells die typischen Züge von Embraers E2-Jets trägt. Der Rumpf des Flugzeuges mit dem Übernahmen E3 und dem Projektnamen Brasilhão – eine Vergrößerungsform für die EMB 120 Brasilia – soll auch dem der E2-Jets entsprechen, schreibt das Magazin Aviation Week. Damit schlägt Embraer gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen werden die Entwicklungskosten reduziert.

Zum anderen können die Brasilianer mehr Komfort bieten als die Konkurrenz. Ihre E2-Jets haben eine Kabine, die 2,74 Meter breit ist, die der ATR und der vor dem Aus stehenden Dash 8 von De Havilland Canada messen rund 2,50 Meter. Das Plus ermöglicht Embraer breitere Sitze und einen bereiteren Gang.

Alternativer Antrieb erst später

Die Grundstruktur stehe inzwischen weitgehend fest, heißt es. Wie Aviation Week weiter schreibt, soll das Flugzeug in einem ersten Schritt herkömmlich angetrieben werden. Anvisiert wird eine Ersparnis beim Treibstoffverbrauch von 15 bis 20 Prozent pro Sitz gegenüber aktuellen Turbopropflugzeugen. Zudem soll auch die Wartung deutlich günstiger sein. Da hilft, dass die Technologie der Konkurrenten ATR und Dash 8 aus den Achtzigerjahren stammt.

Neuere Antriebe, wie etwa Elektrizität oder Wasserstoff, sollen später integriert werden können. Aktuell sei die Technologie noch zu wenig weit, heißt es bei Embraer. Der Flugzeugbauer arbeitet mit der brasilianischen Armee bereits an einem neuen Transportflugzeug mit dem Projektnamen Stout. Es soll von herkömmlichen und elektrischen Motoren angetrieben werden.

Partner fehlen noch

Bereits früher hatte Embraer verraten, dass das kommenden Turbopropflugzeug zwischen 70 und 100 Plätzen haben soll. Geplant sind in einem ersten Schritt zwei Varianten. Die kleinere mit einer Standardsitzzahl von 70, die größere mit einer von 90. Offiziell gestartet werden soll das Programm bis spätestens 2023. Für 2027, so die Planung, ist der Erstflug des neuen Propellerflugzeuges vorgesehen.

Während der Wille, ein neues Flugzeug zu bauen, vom Management wiederholt bekundet wurde, fehlt derzeit noch etwas Wichtiges. Embraer hat immer wieder klar gemacht, dass man das Projekt nur mit zwei oder drei Partnern stemmen könne. Die Kosten von der Entwicklung bis zur Serienreife wurden einmal auf bis zu zehn Milliarden Dollar geschätzt.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen der ersten Entwürfe des geplanten Turbopropflugzeuges von Embraer.

Mehr zum Thema

Erste Skizzen des neuen Turbopropflugzeuges von Embraer, die der Hersteller verbreitet hat.

Embraer will 100-plätzigen Turbopropflieger bauen

So soll der neue Transporter von Embraer dereinst ...

Embraer plant neues Flugzeug mit Hybridantrieb

Embraer E175-E2: Erst später für Airlines im Einsatz als gedacht.

Embraer verschiebt Start der E175-E2

ticker-embraer

Embraer erwägt neue Endmontagelinien auch in den USA

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack