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Fokus auf bestehende Kunden

De Havilland Canada stoppt Bau der Dash 8

Keine Bestellungen für den Turbopropklassiker: De Havilland Canada stoppt die Produktion der Dash 8 - lässt aber bei anziehender Nachfrage eine Wiederaufnahme offen.

Thomas Ramgraber/aeroTELEGRAPH

Geparkte De Havilland Canada Dash 8 von Eurowings und AUA: Geringer Nachfrage.

Es hatte sich schon abgezeichnet. Weil länger keine neuen Bestellungen mehr hereinkamen und sich wegen der Corona-Krise auch keine andeuten, stoppt De Havilland Canada die Produktion der Dash 8. Dies gab das Unternehmen am Mittwoch (17. Februar) bekannt.

Man werde «keine neuen Dash 8-400 über die derzeit bestätigten Aufträge hinaus produzieren», so die Kanadier. 19 Exemplare hat der Flugzeugbauer noch fertigzustellen. Zugleich schließt er das von Vorbesitzer Bombardier übernommene Werk am Downsview Airport in Toronto, für das der Mietvertrag 2021 sowieso ausgelaufen wäre.

Das Werk in Toronto wird geschlossen

500 Angestellte in Downsview sind von der Maßnahme betroffen. Es gebe diverse Möglichkeiten, um die Produktion an einem neuen Ort wieder aufzubauen, sollten sich die Branche und die Nachfrage nach der Dash 8 erholen, so De Havilland Canada. Das Unternehmen will sich jetzt vor allem auf den Support bestehender Kunden konzentrieren.

Zudem will man auch neue Angebote und Verbesserungen für bereits gebaute Dash 8 auf den Markt bringen: Das Vertriebsnetz soll verbessert werden, um die Betriebskosten der Flieger zu senken; der Umbau zu Frachtern soll vereinfacht werden; neue Optionen wie verbesserte Handgepäckfächer sollen die Dash 8 ebenfalls wieder attraktiver machen.

Lange Zeit ein Erfolgsmodell

Seit 2019 gehört das Dash-8-Programm der kanadischen Finanzgruppe Longview Capital und tritt wieder unter De Havilland Canada auf. Fast 1300 Exemplare wurden seit dem Erstflug im Jahr 1983 von allen Modellen zusammen gebaut.



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