Betankung eines Fliegers: Damit Explosionen vermieden werden, wird Stickstoff eingesetzt.

Millionenstrafe für Boeing

Der Flugzeugbauer informierte seine Kunden zu spät über nötige Sicherheitsmaßnahmen. Das kommt ihn teuer zu stehen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

TWA-Flug 800 war einer der schlimmsten Unfälle in der amerikanischen Luftfahrtgeschichte. Die Boeing B747 explodierte am 17. Juli 1996 knapp 12 Minuten nach dem Start in New York JFK in der Luft. Alle 230 Insassen des Fliegers von Trans World Airlines kamen ums Leben. Nach Jahren der Ermittlungen kamen die US-Behörden zu dem Schluss, dass eine Explosion des Treibstofftanks zu dem Unglück geführt hatte. Um Unfälle dieser Art in Zukunft zu vermeiden, trug die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Authority FAA allen Flugzeugproduzenten auf, alle Airlines über die nötigen Vorkehrungen und Änderungen zu informieren, die es braucht, um solche Explosionen der Treibstofftanks zu verhindern. Bis zum 27. Dezember 2010 hatten sie dafür Zeit.

Ausgerechnet Boeing verfehlte aber diesen Termin. 301 Tage zu spät kamen die Anordnungen für Änderungen an den B747, sogar 406 Tage waren es bei den B757. Laut der FAA hielten andere Hersteller die angeordneten Fristen ein, Boeing verpasste sie. Dafür erhielt der Konzern nun die zweithöchste Strafe, welche die FAA jemals aussprach. 13,5 Millionen Dollar muss der Flugzeugbauer zahlen.

Bauweise und Service überarbeiten

Die FAA hatte von den Produzenten verlangt, sowohl Änderungen an der Bauweise als auch solche bei Wartung und Service zu erarbeiten. Lange Zeit hieß es, dass es für das Problem der Explosionen schlicht keine technische Lösung gebe. Doch nach jahrelanger Forschung fand die FAA eine, welche die Tanks vor Überhitzung und Explosionen schützt. Die Tanks werden, wenn sie leerer werden, mit Stickstoff gefüllt, was eine Explosion unwahrscheinlicher macht. Seit 2008 seien laut Boeing alle B737 mit dem System ausgestattet worden, seit 2010 ganz alle Flieger, welche die Werke verlassen.

Bei Boeing will man sich nun mit der Strafe genauer beschäftigen und dann erst dazu äußern, berichtet die amerikanische Nachrichtenagentur AP. Die höchste Strafe der Behörde betrug 24,2 Millionen Dollar. Die FAA brummte sie American Airlines auf, weil die Fluggesellschaft Reparaturen an ihren Fliegern nicht vorgenommen hatte. Obwohl die FAA die Strafe bereits vor zwei Jahren aussprach, verhandelt American noch heute über die genaue Höhe.

Mehr zum Thema

Ex-Jumbo von Virgin bei Ebay zu kaufen

Ex-Jumbo von Virgin bei Ebay zu kaufen

Das ist sie nun, die Boeing 747-400 von Iron Maiden.

Boeing 757 war Iron Maiden schlicht zu klein

Jumbo-Jet: Für die neue Welt-Tournee leasen Iron Maiden eine Boeing 747-400 (auf der Illustration zeigt die Band indes eine 747-200).

Iron Maiden steigen auf Boeing 747 um

Air-France-Jumbo: Ab Oktober nur noch eine Route.

Renten-Plan für Air-France-Jumbos

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack