TCAS basiert auf Transpondersignalen von Flugzeugen: Aus den Daten errechnet das System eine Gefahreneinschätzung.

WarnungGefälschte russische Ersatzteile in den USA aufgetaucht

Die amerikanische Luftfahrtbehörde warnt vor Ersatzteilen für das Kollisionswarnsystem TCAS. Ein russischer Händler hat sie gefälscht.

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Die westlichen Sanktionen treffen die russische Luftfahrt hart. Destinationen sind weggefallen, Flugzeuge müssen wegen Ersatzteilmangel am Boden bleiben und einige Strecken sind deutlich länger geworden, weil Umwege nötig wurden. Doch die Branche beginnt, sich darauf einzustellen und sucht nach Lösungen.

Um Flugzeuge flugtauglich zu halten, beschadden russische Airlines sich etwa Ersatzeile über Umwege. Die Grauimporte, laufen über Staaten ohne Sanktionen. So haben sich russische Fluglinien via China, Vereinigte Arabische Emirate, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan für mehrere Millionen mit Teilen eingedeckt. Zugleich hat die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya schon vor einem Jahr russischen Unternehmen Zertifikate für die Entwicklung von Ersatzteilen für Boeing- und Airbus-Flugzeuge erteilt.

«Nicht funktionsfähig»

Doch schon zuvor wurden offenbar solche gefälschten Teile in Russland hergestellt. In den vergangenen Monaten sind solche über verschiedene Zwischenhändler auch in den USA auf dem Markt angeboten worden, wie die Luftfahrtbehörde der USA warnt. Sie hat in einer Mitteilung erklärt, dass im Dezember 2021 erstmals – und damit noch vor den Sanktionen – auffällige Teile aufgetaucht sind.

Seither habe man wiederholt Berichte über ähnliche Teile erhalten, so die Federal Aviation Administration FAA. Konkret geht es dabei um Empfänger/Sender für das Kollisionswarnsystem TCAS von Rockwell Collins. Das Schlimme daran: Bei Tests habe man festgestellt, dass «keiner der geänderten TCAS-Sender/Empfänger funktionsfähig» gewesen sei.

Auch Europa warnt

Die FAA warnt Wartungsunternehmen und Airlines, keine Teile mehr zu verwenden, die vom Händler Aviation Parts aus Moskau stammen. Die europäische Luftfahrtbehörde Easa hat die Warnung übernommen.

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