Boeing 777 von Nordwind Airlines: Steuert Kuba an - mit Umweg.

Dominikanische Republik, Kuba, VenezuelaRussische Airlines fliegen mit Umwegen in die Karibik

Dominikanische Republik, Kuba und Venezuela: Russische Reiseveranstalter bieten diesen Winter noch drei Karibikziele an. Die Flüge dorthin sind müssen mitunter eine ungewöhnliche Route nehmen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Welt ist für urlaubshungrige Russinnen und Russen deutlich kleiner geworden. Weil viele Länder als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine ihren Luftraum gesperrt und russischen Fluggesellschaften Landeverbote erteilt haben, sind viele Flüge nicht mehr möglich oder rentabel. Hinzu kommt das Risiko, dass Flugzeuge im Ausland auf Drängen westlicher Leasinggesellschaften einbehalten werden.

In dieser Situation suchen die russischen Reiseveranstalter nach neuen Lösungen, um doch noch einen attraktiven Katalog vorweisen zu können. Für die kommende Wintersaison haben sie drei Karibik-Staaten im Angebot. Und um dieses bereitstellen zu können, werden sie mitunter kreativ.

Urlaub in Venezuela

So bieten Intourist und Tez Tours in Zusammenarbeit mit der venezolanischen Nationalairline Conviasa etwa Nonstop-Flüge nach Caracas und zur Isla Margarita an. Venezuela gilt aktuell nicht als Urlaubsland. Die Menschen verließen das Land «weiterhin, um der Gewalt, der Unsicherheit und den Bedrohungen sowie dem Mangel an Nahrungsmitteln, Medikamenten und wichtigen Dienstleistungen zu entkommen», schreibt die Uno-Organisation UNHCR.

Daneben gibt es auch wieder Reisen für Russinnen und Russen in die Dominikanische Republik. Reiseveranstalter Anex Tour beispielsweise führt Flüge nach Punta Cana ab Antalya durch. Zuvor werden die russischen Kundinnen und Kunden mit Zubringerflügen aus verschiedenen russischen Städten an die türkische Riviera geflogen. Dort übernachten sie, bevor sie am nächsten Tag mit Mavi Gök Airlines in Boeing 777-300 ER in rund zwölf Stunden weiter in die Karibik reisen.

Umweg nach Kuba

Ab kommendem Monat gibt es auch wieder Flüge nach Kuba. Ab dem 1. Oktober fliegt Nordwind Airlines vier Mal pro Woche nach Varadero, ab dem 2. Oktober drei bis vier Mal nach Caya Coco. Um in den sozialistischen Staat zu gelangen, müssen die Boeing 777 der Charterairline einen Umweg fliegen. Dadurch wird die Reise mit 13 Stunden rund zwei Stunden länger als früher.

Vor dem Ukraine-Krieg flogen russische Jets über Skandinavien, südlich an Island vorbei, über den Nordosten Kanadas und Florida nach Kuba. Jetzt müssen sie über das russische Karelien, das Europäische Nordmeer, nördlich an Island vorbei und die USA meidend die Insel in der Karibik ansteuern.

Mehr zum Thema

Embraer-Regionaljet von Belavia: Längere Reise nach Kaliningrad.

Belavia fliegt mit riesigem Umweg nach Kaliningrad

Werbemotiv von Azur Air: Die Planer der AIrline müssen aktuell kreativ sein.

Die russische Karibik-Luftbrücke via Agadir

Boeing 767 von Azur Air: Dieses Mal wurde sie nicht mit einer Wasserfontäne begrüßt.

Die Odyssee einer Boeing 767 auf dem Heimweg nach Russland

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier