Am Anfang stand das Projekt Yellowstone. Anfang der Nullerjahre machte sich Boeing daran, das gesamte zivile Angebot durch modernere, effizientere Flugzeugmodelle zu ersetzen. Es war in drei Unterprojekte gegliedert: Y1, Y2 und Y3. Die beiden letzten wurden von Boeing umgesetzt. Aus ihnen entstanden die 787 als Ersatz für die 767 sowie die 777X als Ersatz für die 777 und die 747. Nur das Teilprojekt Y1 wurde nie umgesetzt.
Y1 hätte die Boeing 737 und 757 ersetzen sollen. Doch 2010 lancierte Erzrivale Airbus die A320-Neo-Familie und landete damit gleich einen Riesenerfolg. Boeing konnte nicht mehr warten, bis ein völlig neues Modell als Ersatz für den Kassenschlager 737 NG bereitstand, sondern handelte. Schon ein Jahr später kündigte der Konzern eine Boeing 737 mit neuen Triebwerken an - die Boeing 737 Max.
Statt Boeing Y1 kam die Boeing 737 Max
Der amerikanische Flugzeugbauer lag damit richtig, was den Verkaufserfolg angeht: Bis heute hat er mehr als 7000 Bestellungen für die vier Varianten der 737 Max eingesammelt. Das ist dennoch deutlich weniger als Airbus. Der europäische Konkurrent hat bereits mehr als 12.000 Exemplare der A320-Neo-Familie verkauft. Das liegt maßgeblich auch daran, dass das Modell von Boeing nach zwei Abstürzen in Äthiopien und Indonesien fast zwei Jahre gegroundet blieb, von März 2019 bis November 2020. Mittlerweile hat Boeing allerdings deutlich an Boden gut gemacht.
Boeing 737 Max 7 kommt weiter als die anderen Versionen
Die Boeing 737 Max 7 ist 35,56 Meter lang und fasst bis zu 172 Passagierinnen und Passagiere. Sie ist damit 3,9 Meter kürzer als die 737 Max 8 und bietet 17 Sitze weniger. Dafür macht ihr bei der Reichweite keine der anderen Versionen etwas vor. Sie kann bis zu 7040 Kilometer weit fliegen. Das würde für Nonstopflüge von Wien nach Delhi, New York oder Windhoek reichen. Die Boeing 737 Max 8 kommt 560 Kilometer weniger weit.
Wichtigster Markt für die Boeing 737 Max 7 ist Nordamerika. Denn bislang stammen Aufträge von Southwest, Allegiant und Westjet und damit aus den USA und Kanada. Luxair ist die vierte bekannte Kundin - die erste aus Europa. Die Nationalairline des Großherzogtums hat vier Exemplare bestellt. Daneben gibt es noch einige wenige unbekannte, private und militärische Kunden. Auf die Variante fallen sechs Prozent der Max-Aufträge. Mit der Zulassung hat Boeing bewiesen, dass Boeing die FAA wieder von ihren Flugzeugen überzeugen kann, und macht den Weg frei für die Lieferungen, welche die Einnahmensituation in den kommenden Jahren weiter verbessern werden.
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