Flieger in Congonhas: Airlines wollen öfter fliegen.

Streit um die Macht in Congonhas

Die Landerechte am Stadtflughafen Congonhas in São Paulo werden neu verteilt. Die großen Airlines verlieren. Doch sie fanden nun einen Trick.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Congonhas gilt als der lukrativste Flughafen Brasiliens. Das liegt an der Rennstrecke nach Rio de Janeiro, die vom Stadtflughafen mitten in der Wirtschaftsmetropole São Paulo aus startet. Die Flüge nach Rio sind besonders lukrativ, weil sie unter der Woche von gut zahlenden Geschäftsreisenden gefüllt werden und am Wochenende von Touristen, die zwei Tage am Strand von Ipanema oder an der Copacabana verbringen wollen. Doch der Aeroporto de Congonhas hat gerade wegen seiner Attraktivität ein Problem. Die alteingesessenen Fluggesellschaften wollen ihre Landerechte nicht mehr hergeben. «Er bleibt ein Flughafen für zwei Gesellschaften. Jedermann weiß, dass diese beiden Gesellschaften mehr Slots besitzen als sie brauchen», beklagt sich Gianfranco Beting, Kommunikationschef der Airline Azul über die Platzhirsche Gol und Tam. Sie besitzen rund 90 Prozent der Landerechte.

Das soll sich nun ändern. Das brasilianische Luftfahrtministerium Secretaria de Aviação Civil will die Slots neu verteilen. Dabei sollen Kriterien wie Marktanteil, Pünktlichkeit und Effizienz berücksichtigt werden. Gol und TAM würden so verlieren, Azul gewinnen. Dagegen liefen die großen Airlines aber Sturm. Die Aufsichtsbehörde Agência Nacional de Aviação Civil Anac möchte eher auf Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit abstellen und nicht genutzte Slots verteilen.

54 statt 34 Bewegungen pro Stunde

Nun soll die Differenz zwischen den beiden staatlichen Stellen bereinigt werden. Im April wird das endgültige Konzept vorgestellt. Es sieht in etwa vor, dass vier Fünftel der Landerechte an die bestehenden Airlines gehen - also neben Gol und TAM an Avianca, Azul, NHT und Pantanal. Der Rest ist für Neuankömmlinge vorgesehen, wie das Magazin Veja schreibt.

Die großen Fluggesellschaften sorgen nun bereits vor. Sie zeigten sich mit dem Vorschlag der Anac einverstanden. Aber zugleich verlangen sie eine Erhöhung der Anzahl von Flügen, wie sie über ihren Verband ausrichten ließen. Die seien in den letzten Jahren reduziert worden, vor allem nachdem es 2007 in Congonhas zu einem tragischen Unglück mit 199 Todesopfern kam. Heute zähle der Flughafen 34 Flugbewegungen pro Stunde. Eigentlich seien aber 54 möglich, so Verbandspräsident Eduardo Sanovicz. Mit seiner Associação Brasileira das Empresas Aéreas fordert er eine Erhöhung der Obergrenze - womit der Effekt der Umverteilung der Slots wieder gedämpft würde.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

«Habe a nice trip»: Liebe Botschaft vor Abflug.
Manchmal braucht es für einen besonderen Abschied nicht mehr als Wasser und ein bisschen Kreativität. Das bewies nun ein Mitarbeiter von Japan Airlines.
Redaktion
airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies