Emissionen an FlughäfenSelbst fahrende E-Busse sollen Passagiere transportieren

Ein französisches Start-Up arbeitet an E-Shuttlebussen für Flughäfen. Vor dem Einsatz müssen jedoch noch einige Fragen geklärt werden.

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Umweltschutz beginnt in der Luftfahrt nicht erst, wenn das Flugzeug abgehoben ist. Schon am Flughafen entstehen Emissionen – nicht zuletzt auch durch die Busse, die viele Passagiere vom Gate zum Flugzeug bringen. Ein französisches Unternehmen könnte nun die Lösung gefunden haben, diesen Schadstoffausstoß zu verringern und zugleich noch Personal zu sparen.

Die E-Shuttles der Firma Navya sind 5 Meter lang, fahren bis zu 45 Kilometer pro Stunde schnell und können 15 Passagiere transportieren – das alles ganz ohne Fahrer. Der Testbetrieb der Gefährte im Schweizer Alpenstädtchen Sion auf einer kleinen Rundstrecke im Zentrum läuft bisher einwandfrei. Doch Navya sieht eine weitere wichtige Einsatzmöglichkeit. «Flughäfen gehören zu unseren primären Verkaufszielen», so eine Sprecherin der Firma.

Viele offene Fragen

Die E-Shuttles können nicht nur klassisch von Gate zu Flugzeug fahren. Auf großen Flughäfen könnten Passagiere so auch vollautomatisch von Gate zu Gate transportiert werden. Eine App sammelt dazu die von Reisenden eingegebenen Routen und koordiniert damit die Shuttle-Flotte.

Noch hat kein Flughafen die emissionsfreien Shuttles gekauft – außerdem währen auch zahlreiche Genehmigungen von Behörden für den Betrieb nötig.Für den Testbetrieb in Sion brauchte es Sonderbewilligungen von drei Schweizer Bundesämtern. Für den Betrieb auf dem Flughafen-Vorfeld müssten die E-Shuttles von Navya zudem absolut fehlerlos fahren. Jede kleine Abweichung von der Route kann zu einem Zusammenstoss mit einem Flugzeug oder mit einem anderen Fahrzeug führen.

Flughafen wird zum Ameisenhaufen

Die E-Shuttles verkehren in Sion jedoch mit maximal 20 Kilometer pro Stunde. Dies wäre für einen Flughafen zu wenig. Schnelle Umschlagzeiten erfordern schnelle Busse. Dazu kommt ein weiteres Problem. Für das Boarding eines Airbus A320 bräuchte es über zehn solcher E-Shuttle-Fahrten zum Flugzeug. Damit würde der Flughafen zum Ameisenhaufen. Und wer überwacht nach dem Aussteigen aus dem Bus, dass die Passagiere auch wirklich ins Flugzeug steigen?

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