Fast alles sieht am Flughafen Genf am Dienstag (17. Februar) aus wie immer. Geplant sind am frühen Morgen zuerst Ankünfte von Frachtern aus Köln, Leipzig und Paris. Dann folgen Passagierflieger aus Abu Dhabi, Barcelona, Brüssel, New York-Newark, Rom oder Wien. Und zwischendurch kommt auch ein Privatjet aus Kasachstan an.
Doch zwischen all den Routineankünften sticht ein Herkunftsort ins Auge, den man sonst in Westeuropa nie mehr sieht: Moskau-Vnukovo. Am späten Montagabend, kurz vor Mitternacht, startete dort eine Ilyushin Il-96 der Spezialflugstaffel Russlands mit Ziel Genf.
Ilyushin Il-96 flog zuerst südlich über die Türkei aufs Mittelmeer
In der Westschweizer Stadt treffen sich am Dienstag und Mittwoch Vertreterinnen und Vertreter der Ukraine und Russlands zu einer weiteren Runde von den USA vermittelten Friedensgesprächen. Der Kreml erwartet, dass es vor allem um Territorien geht – der zentrale Streitpunkt. Dabei macht Washington Druck auf Kyiv. Genf ist nach zwei Runden in Abu Dhabi ohne Durchbruch der neue Verhandlungsort.
Ilyushin Il-96 flog zuerst südlich über die Türkei aufs Mittelmeer
Die RA-96018 drehte danach ab und nahm Kurs auf Italien. Sie flog dem ganzen Stiefel entlang, bis sie rund 15 Kilometer südöstlich von Bellinzona die Schweizer Grenze überflog. Von dort steuerte die Ilyushin Il-96 der Spezialflugstaffel Russlands – die Einheit befördert Regierungsmitglieder, hohe Beamte und Militärs der Russischen Föderation – unter der Flugnummer RSD150 weiter nördlich über die Alpen.
Sie folgte der Leventina und drehte danach ab. Der Vierstrahler steuerte danach südlich von Brienzer- und Thunersee vorbei. Um 6:47 Uhr Ortszeit landete er, über den Genfersee kommend und ganz kurz französischen Luftraum überfliegend, schließlich auf Landebahn 22 des Aéroport International de Genève.
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