Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.

Keinr Flüge mehrSt. Helena nach Feuerwehrpanne von der Außenwelt abgeschnitten

Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.

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Mitten im Südatlantik, etwa 3.000 Kilometer von Brasilien und rund 2.000 Kilometer von Afrika entfernt, liegt die Insel St. Helena. Bekannt wurde sie vor allem als Verbannungsort Napoleons, der hier 1815 ins Exil geschickt wurde und 1821 starb. Heute gehört die Insel zu den britischen Überseegebieten. Laut der letzten Volkszählung aus dem Jahr 2021 leben dort etwa 4400 Menschen.

Die Einwohnerinnen und Einwohner und Touristen, die sich aktuell auf der Insel befinden, haben seit dem 6. Februar ein Problem: Sie können die Insel nicht mehr verlassen. Airlink fliegt normalerweise zweimal pro Woche mit einer Embraer E190 von Johannesburg und Kapstadt nach mit einem Zwischenstopp in Walvis Bay, Namibia, nach St. Helena. Doch aktuell ist die südafrikanische Airline gezwungen, die Flüge auszusetzen.

Alle drei Feuerwehrfahrzeuge sind kaputt

Der Grund: Die Feuerwehrfahrzeuge des Flughafens weisen gravierende Mängel auf. Nachdem bereits zwei der drei Fahrzeuge wegen Wartungsproblemen ausgefallen sind, wurde auch am vergangenen Donnerstag (5. Februar) am dritten Fahrzeug der Löschflotte ein Problem mit der Löschmittelzufuhr festgestellt. Damit verfügt der Flughafen derzeit über kein einsatzbereites Löschfahrzeug mehr.

Auch die lokalen Feuerwehrfahrzeuge können nicht als Ersatz eingesetzt werden, da ihnen die hohe Löschkapazität der Flughafenlöschfahrzeuge fehlt. Die Luftfahrtbehörde hat den Flughafen daher von der erforderlichen Kategorie 6 herabgestuft. Ohne Kategorie 6 darf der Flughafen keine Flugzeuge der entsprechenden Größe mehr abfertigen. Airlink wird die Flüge mindestens bis 20. Februar aussetzen. Zuerst hatte die Bild über die Probleme auf St. Helena berichtet.

Behörden arbeiten auf Hochtouren

Die Inselregierung teilt mit, dass sie gemeinsam mit britischen Behörden daran arbeitet, die erforderlichen Ersatzteile so schnell wie möglich zu beschaffen, um den Flugbetrieb schnellstmöglich wiederherzustellen. «Kein Flugzeug wird starten, bis wir uns absolut sicher sind, dass der Flughafen die erforderlichen Sicherheitsstandards zum Schutz von Passagieren, Besatzung und Mitarbeitern erfüllt», teilte die Regierung weiter mit.

Derzeit wird noch geprüft, ob das Flugverbot auch für wichtige medizinische Flüge gilt. Damit ist St. Helena von der Außenwelt abgeschnitten. Die letzten Fährverbindungen wurden 2017 eingestellt, nachdem das Postschiff RMS St. Helena verkauft wurde. Der Flughafen wurde 2016 eröffnet.

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