Parallele Landung am Flughafen San Francisco: Nicht mehr möglich.

FAA-VerbotFlughafen San Francisco verliert die parallelen Landungen

Am Flughafen von San Francisco sind parallele Landungen künftig tabu. Die neue Regel der US-Luftfahrtbehörde sorgt nicht nur für das Ende eines spektakulären Anblicks – sondern auch für deutlich mehr Verspätungen.

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Für Spotterinnen und Spotter ist es etwas ganz Besonderes, wenn sie an Flughafen San Francisco eine parallele Landung vor die Linse bekommen. Auch aus dem Flugzeug ist es für viele Reisende alles andere als alltäglich, wenn sie neben sich noch ein anderes Flugzeug landen sehen. Der Airport in Kalifornien hat daher unter Luftfahrtenthusiasten viele Fans. Doch das markante Alleinstellungsmerkmal fällt jetzt weg.

Künftig dürfen Flugzeuge nicht mehr Seite an Seite auf den parallelen Bahnen 28R und 28L landen. Stattdessen sind nur noch versetzte Anflüge erlaubt. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat parallele Landungen auf den Ost-West-Pisten untersagt und zugleich neue Sicherheitsregeln eingeführt. Das ist nicht nur schade für Fans der Parallel-Landungen. Fluggäste müssen sich auch auf deutliche Verspätungen einstellen.

Kapazität in San Francisco deutlich reduziert

Denn die Maßnahme reduziert die Kapazität des Flughafens erheblich: Statt bisher bis zu 54 Landungen pro Stunde sind nur noch rund 36 möglich. Die Folgen sind deutlich: Während zunächst rund 15 Prozent der Flüge von Verspätungen betroffen sein sollten, rechnet der Flughafen inzwischen damit, dass etwa ein Viertel der ankommenden Maschinen mit mindestens 30 Minuten Verspätung landet.

Auslöser ist eine Kombination aus Bauarbeiten und verschärften Sicherheitsüberlegungen. Zwei Start- und Landebahnen, die in Nord-Süd-Richtung verlaufen, werden derzeit saniert und fallen für etwa sechs Monate aus. Doch auch nah Ende der Bauarbeiten bleibt es beim Verbot. Denn mit der Maßnahme reagiert die FAA auch auf mehrere kritische Vorfälle im US-Luftraum in den vergangenen Monaten.

Beinahe-Zusammenstöße auch als Grund

Dazu zählt ein Beinahe-Zusammenstoß zwischen einem Flugzeug von American Airlines und einem Polizeihubschrauber nahe San Antonio. Auch die Kollision eines Regionaljets und eines Militärhubschraubers im Januar 2025 mit zahlreichen Todesopfern hat die Debatte über Sicherheitsabstände neu entfacht.

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