Hubschrauber an einem Flughafen: Die FAA hat die Regeln verschärft.

Zwischenfall bei American AirlinesWieder Beinahe-Zusammenstoß von Passagierflieger und Helikopter - FAA verschärft Sicherheitsregeln

Nach zwei neuerlichen Beinahekollisionen zwischen Hubschraubern und Verkehrsfluguzeugen in den USA hat die FAA reagiert und die Regeln verschärft.

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Es passiert in den USA immer wieder: Passagiermaschinen und Hubschrauber kommen sich in der Nähe von Flughäfen gefährlich nah. Im Januar 2026 starben 67 Menschen, als eine Bombardier CRJ 700 von American Airlines beim Landeanflug auf den Washington National Airport mit einem militärischen Black-Hawk-Hubschrauber kollidierte.

Neun Monate später hatten die Passagiere einer Southwest-Maschine beim Anflug auf Cleveland Glück im Unglück: Ein Hubschrauber kreuzte den kontrollierten Luftraum des Flughafens – genau in der Anflugschneise des Jets –, verletzt wurde niemand.

Zwei weitere Vorfälle am 27. Februar und 2. März

Nun berichtet die US-Luftfahrtbehörde über zwei weitere Fälle: Am 27. Februar hatte American-Airlines-Flug 1657 aus Charlotte die Landefreigabe für die Piste 04/22 des Flughafen San Antonio, als ein Polizeihubschrauber der Stadt auf Kollisionskurs mit dem Airbus A320 der US-Airline war. «Hubschrauber und Flugzeug befanden sich auf aufeinander zulaufenden Kursen, als der Hubschrauber nach links abbog, um dem American-Airlines-Flug auszuweichen», erklärte die FAA in einer Mitteilung.

Der zweite Vorfall ereignete sich am 2. März 2026 auf dem Flughafen Hollywood Burbank. Eine zweimotorige Beechcraft Model 99 hatte die Landefreigabe erhalten, als ein Hubschrauber die Landebahn querte und fast mit dem Flugzeug kollidierte. Laut Angaben der FAA leitete der Hubschrauberpilot eine Rechtskurve ein, um der Beechcraft auszuweichen, als sich ihre Flugbahnen kreuzten.

FAA verschärft die Regeln

Jetzt hat die FAA reagiert und mitgeteilt, dass die bisherigen Richtlinien für Piloten zur Einhaltung des Sichtabstands zwischen Hubschraubern und Flugzeugen offenbar keinen ausreichenden Schutz gewährleisten konnten. Daher hat die Behörde die Sicherheitsrichtlinien angepasst. Laut FAA-Chef Bryan Bedford haben sich die Piloten bisher zu stark auf das Prinzip «See and Avoid» verlassen.

Die neuen Richtlinien der FAA sehen vor, dass Fluglotsen künftig verpflichtend Radar einsetzen müssen, um Hubschrauber und Flugzeuge im Luftraum zu überwachen und durch festgelegte seitliche oder vertikale Abstände voneinander zu trennen. Diese Vorgaben gelten allerdings nicht flächendeckend, sondern an den 150 der verkehrsreichsten Flughäfen der USA, wo das Risiko von Beinahekollisionen besonders hoch ist.

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