Business Class in der Boeing 787 von Lufthansa: Aktuell sind die meisten Plätze gesperrt.

Zertifizierung von Allegris-SitzenLufthansa muss Großteil der Business Class in neuen Boeing 787 noch länger sperren

Lufthansa kann einen Großteil der Business-Class-Sitze in ihren neuen Boeing 787-9 offenbar noch länger nicht nutzen als geplant. Die Zertifizierung der Allegris-Sitze zieht sich weiter hin, sodass die Fluggesellschaft vorerst weiterhin nur vier Plätze verkaufen kann.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Schon seit Dezember ist klar, dass sich der Prozess weiter in die Länge zieht. Eigentlich wollte Lufthansa bis dahin nach langem Warten endlich die Zertifizierung für die Allegris-Business-Class-Sitze in ihren Boeing 787 haben. Doch Konzernchef Carsten Spohr kündigte bei einer internen Mitarbeiterveranstaltung an, dass es doch erst im April so weit sein dürfte.

Jetzt dauert das Ganze sogar noch länger. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, droht sich die Zertifizierung der Sitze in den Dreamlinern von Lufthansa weiter zu verzögern. Statt wie erhofft bis Ende April könnten große Teile der neuen Allegris-Business-Class in den Boeing 787 bis mindestens Ende Juni gesperrt bleiben. Damit wären auf den betroffenen Flugzeugen weiterhin nur vier der eigentlich vorgesehenen 28 Plätze nutzbar.

Allegris-Dreamliner fliegen bereits - mit gesperrten Sitzen

Hintergrund ist ein noch laufendes Zulassungsverfahren bei der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration). Konkret geht es um die Art und Weise, wie die Sitze am Kabinenboden befestigt sind. An dem Prozess ist neben Boeing auch der Sitzhersteller Collins Aerospace beteiligt. Lufthansa erklärte gegenüber Bloomberg, man arbeite intensiv an einer Lösung und rechne weiterhin mit einer vollständigen Zertifizierung in den nächsten Monaten – ohne jedoch einen genauen Zeitpunkt zu nennen.

Dennoch hat Lufthansa den Linienbetrieb mit den Allegris-Dreamlinern schon im Oktober 2025 aufgenommen. Mittlerweile verfügt sie über acht Boeing 787-9 mit der neuen Kabine, von denen acht bereits im Einsatz sind - mit zum größten Teil gesperrter Business Class.

Lufthansa verliert viel Geld durch gesperrte Sitze

Für Lufthansa ist die Situation wirtschaftlich ein Rückschlag. Denn jeder gesperrte Sitz bedeutet entgangene Einnahmen in einer Phase, in der die Nachfrage nach Premium-Produkten hoch ist. Das Zertifizierungsproblem betrifft ausschließlich die Boeing 787. Auf dem Airbus A350 ist die neue Allegris-Kabine bereits vollständig zugelassen und im Einsatz.

Mehr zum Thema

lufthansa schnee muenchen

Ohne Busse saßen 600 Menschen in Flugzeugen fest - Airport München spricht von Defiziten bei Kommunikation

Airbus A320 Neo von Lufthansa: Stand achst Stunden am Boden.

Passagiere müssen acht Stunden in Flugzeugen von Lufthansa sitzen - weil Busse fehlen

 Flieger von Lufthansa: Die Airline will deeskalieren.

Lufthansa will den gordischen Knoten mit den Gewerkschaften lösen - mit externer Hilfe

Airbus A320 Neo von Lufthansa: Bald mit neuen Tarifen?

Lufthansa denkt über Ultra-Billigtarif nach

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin