Boeing 737 Max: Grünes Licht auch in Südkorea.

WiederzulassungFAA nennt erstmals Forderungen für 737 Max

Die amerikanische Luftfahrtbehörde hat ihre Prüfung zu den Abstürzen der Boeing 737 Max abgeschlossen. Ein vorläufiges Dokument zeigt, was der Hersteller am Krisenflieger ändern muss.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Im Juli schickte Boeing wieder eine werkseigene 737 Max in die Luft. Zusammen mit der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA wurden bei Testflügen Änderungen überprüft, mit denen Boeing die Wiederzulassung für den Krisenflieger erlangen will. Nach zwei Abstürzen in Indonesien und Äthiopien mit insgesamt 346 Toten ist die 737 Max seit 16 Monaten auf der ganzen Welt gegroundet.

Vor 18 Monaten startete die FAA eine Untersuchung zur 737 Max. Jetzt hat sie diese abgeschlossen. In einem am Montag (2. Juli) veröffentlichten vorläufigen Dokument listet die Behörde auf, was Boeing für eine Wiederzulassung an dem Typ ändern muss.

Änderungen von Software im Fokus

Die in dem Entwurf aufgelisteten Mängel sind weitestgehend bekannt. Erstmals werden diese von der FAA offiziell aufgelistet. Bereits kurz nach den Abstürzen wurde klar, dass ein Fehler der Flugsteuerungssoftware MCAS Hauptursache gewesen ist.

In dem 95-seitenlangen Dokument fordert die Behörde vor allem grundlegende Änderungen dieser Software. Bei beiden Abstürzen löste sich das System wegen eines fehlerhaften Sensors versehentlich aus, wodurch die Flugzeuge in fatale Sturzflüge gerieten. Fortan soll Boeing sicherstellen, dass das MCAS seine Daten aus mehreren Sensoren bezieht, statt wie zuvor aus einem.

Kurzschlussgefahr bei Kabeln

Abweichende Werte der Sensoren sollen den Piloten mit zusätzlichen Anzeigen im Cockpit verständlich dargestellt werden. Ebenso fordert die FAA eine Anpassung bei Handbüchern für Piloten sowie bei Trainingsprozeduren. Viele dieser Schwachstellen hat Boeing nach eigenen Aussagen bereits angepasst.

Aber auch abseits des MCAS gibt es Forderungen. Im Frühjahr wurden Verkabelungsprobleme bei der 737 Max bekannt. Zwei im Heck befindliche Kabelstränge liegen sich zu nahe. Es drohen Kurzschlüsse.

Tausende Stunden Aufwand

Bereits im März wurde nach Medienberichten bekannt, dass die FAA auf eine Neuverkabelung drang. Gegenüber der FAA schätzte Boeing den Mangel zuerst so ein, dass dies nicht nötig sei. Nur wenige Tage später gab der Hersteller jedoch bekannt, auch die betroffenen Kabelstränge anzupassen.

Nach Aussagen der FAA haben an dem Dokument insgesamt 40 Ingenieure, Piloten und technische Arbeiter in etwa 60.000 Arbeitsstunden gearbeitet. Dazu wurden ungefähr 4000 echte Flüge sowie Simulatorflüge analysiert. Bevor die geforderten Änderungen für Boeing gültig werden, verbleiben seit Veröffentlichung 45 Tage Zeit für öffentliche Einsprüche.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max: Hat nur zwei Anstellwinkelsensoren.

Boeing muss 737 Max nach Neustart weiter umbauen

Cockpit einer Boeing 737 Max beim Testflug der FAA: Sind die Checklisten zu lang?

Diese Hürden muss die Boeing 737 Max noch nehmen

Produktion von Spirit Aerosystems: Boeing will vorerst keine 737-Max-Rümpfe mehr.

Boeing plant Zulassungsflüge für 737 Max Ende Juni

ticker-boeing-1

Boeing entwickelt KI-Plattform für Flugzeugwartung mit Microsoft

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg