Boeing 787 von Lufthansa: Die transatlantische Zusammenarbeit wird untersucht.

Neue EntscheidungEU-Kommission entlastet Lufthansa bei Condor - aber nicht im Transatlantikgeschäft

Brüssel zieht die einstweilige Anordnung zurück, die es dem deutschen Luftfahrtkonzern verbot, den Zubringervertrag mit Condor aufzulösen. Dennoch ist Lufthansa nicht vom Haken. Die EU-Kommission untersucht weiter das Joint Venture mit United und Air Canada.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Der Streit zwischen Condor und Lufthansa um Zubringerflüge ist wie ein spannendes Pokalspiel zwischen einem Bundesligisten und einem Klub aus der 2. Bundesliga. Gekämpft wird hart. Und immer wieder müssen die Schiedsrichter eingreifen - auch mit dem VAR. Einmal geht der Oberklassige in Führung, dann trifft überraschend wieder der Unterklassige. Endresultat ungewiss.

Zuletzt hatte Condor wieder ein Tor geschossen. Im Januar wies die EU-Kommission die Lufthansa-Gruppe an, den zu Weihnachten gekündigten Zubringervertrag (offiziell: Special Prorate Agreement) für Flüge von und nach Frankfurt wieder in Kraft zu setzen. Sie fürchtete, der Ferienflieger könnte ohne diesen nicht mehr in der Lage sein, die Strecke Frankfurt – New York nachhaltig zu bedienen. Und dadurch drohe «eine schwere und nicht wiedergutzumachende Schädigung des Wettbewerbs».

Condor sucht noch immer außergerichtliche Lösung mit Lufthansa

Jetzt hat die EU-Kommission diese Anordnung zurückgezogen. «Nach weiterer Prüfung aller verfügbaren Beweise hat die Kommission beschlossen, ihr Verfahren der einstweiligen Anordnung einzustellen», teilt sie am Donnerstag (27. Februar) mit. Es seien nicht alle rechtlichen Voraussetzungen für die Maßnahme erfüllt gewesen.

«Wir gehen davon aus, dass die derzeit noch laufenden Verfahren vor dem Kartellamt und der Europäischen Kommission zu positiven Entscheidungen im Sinne des Wettbewerbs und damit für die Verbraucherinnen und Verbraucher führen werden», kommentiert ein Sprecher von Condor. Da sich diese Verfahren noch lange hinziehen könnten, sei man aber «weiterhin in konstruktiven Gesprächen mit der Lufthansa, um zu einer für beide Seiten zufriedenstellenden außergerichtlichen Lösung» zu kommen.

EU-Kommission fürchtet weiterhin Wettbewerbsbeschränkungen

«Wir begrüßen diese Entscheidung der EU-Kommission und sehen unsere Rechtsauffassung bestätigt», heißt es von Lufthansa Group. «Condor kann weiter Flüge der Lufthansa Group auf Basis des industrieüblichen Interlinings buchen.»

Für Lufthansa Group ist es allerdings nur ein kleiner Sieg. Denn die EU-Kommission treibt zugleich die seit vergangenem August laufende Untersuchung voran, welche die einstweilige Anordnung zugunsten von Condor auslöste. Sie nimmt weiterhin das transatlantische Joint Venture A++ unter die Lupe. Dabei geht es um die gemeinsame Planung, Preissetzung und Vermarktung von Flügen von Lufthansa (sowie den Schwestern Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings und Swiss), United Airlines und Air Canada zwischen Europa und Nordamerika.

Vereinbarkeit mit Wettbewerbsregeln für transatlantische Strecken

Diese enge Zusammenarbeit könne womöglich gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen, so die EU-Kommission. Man prüfe weiterhin «die Vereinbarkeit des transatlantischen Gemeinschaftsunternehmens A++ mit den EU-Wettbewerbsregeln für transatlantische Strecken», erklärt sie in einer Stellungnahme.

Mehr zum Thema

Flieger von Condor und Lufthansa: Doch wieder eine engere Zusammenarbeit.

EU will, dass Lufthansa Vertrag mit Condor wieder in Kraft setzt

Flugzeuge von Condor und Lufthansa (Montage): Zwist zwischen den Airlines.

Lufthansa setzt Condor eine Bedenkfrist bis Heiligabend

Condor-Jet in Frankfurt: Braucht Zubringer für die Langstrecke.

Condor reagiert auf EU-Entscheidung gegen Lufthansa mit noch mehr Schub

ticker-lufthansa

Lufthansa Technik versorgt Uzbekistan Airways bis 2035 mit Ersatzteilen

Video

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg