Flieger von Etihad, Air Berlin und Air France: Bald gemeinsam gegen die Konkurrenz.

Air Berlin / Etihad: Näher zu Air France

Überraschung in der Luftfahrt: Etihad plant mit den Franzosen ein neues Unternehmen - samt der deutschen Airline und Alitalia.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Wenn Du den Feind nicht besiegen kannst, verbünde Dich mit ihm. Air France-KLM scheint sich diese Weisheit zu Herzen genommen zu haben. Eigentlich wetterte der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern in den vergangenen Jahren immer wieder gegen die Golf-Airlines. Sie seien tödlich für die hiesigen Anbieter, befand Ex-Geschäftsführer Jean-Cyril Spinetta noch vor einem Jahr. Es sei unfair, dass sie größtenteils von ihren Regierungen unterstützt würden und dagegen müsse man etwas unternehmen. Doch unter dem neuen Chef Alexander Juniac weht nun ein anderer Wind bei Air France-KLM. Wie die französische Zeitung Le Figaro berichtet, planen die Franzosen ein Gemeinschaftsunternehmen mit Etihad. Und das ist für die Branche weitreichend.

Bisher hatten die beiden Unternehmen lediglich bestätigt, über ein Code-Share-Abkommen nachzudenken. Doch nach Informationen der französischen Zeitung planen Etihad und Air France nun offenbar doch weit mehr. «Ein Minimal-Abkommen für Paris und Abu Dhabi wäre nicht wirklich interessant», sagt ein Vorstandsmitglied von Air France-KLM. «Es braucht einen schlauen Abkommen, damit diese Partnerschaft keine Einbahnstrasse wird.» Davon betroffen wären auch Alitalia und Air Berlin. An der italienischen Fluglinie hält Air France 25 Prozent, Etihad ist mit 30 Prozent bei den Deutschen investiert. Die beiden Beteiligungen sollen eine wichtige Rolle bei dem Zusammenschluss spielen. Sie sollen in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht werden.

Die letzte Stufe vor der Fusion?

Schon im Herbst soll es laut dem Figaro losgehen. Die Airlines seien bereits dabei, Details zu verhandeln. Die Anzahl der Routen, betroffene Geschäftsbereiche, die Aufteilung der Gewinne. Das Ziel des Joint Venture: Eine Art «Luftkorridor» zwischen Europa und dem Nahen Osten. Dieser soll hauptsächlich als Drehkreuz für Anschlüsse nach Asien gelten. Kommt er zustande, so setzt die neue Partnerschaft die Konkurrenz sowohl aus der Golfregion aber auch aus Europa massiv unter Druck. Die Strecken und Ressourcen, auf die das Partnerschaftsunternehmen dank Air Berlin und Alitalia zurückgreifen kann, machen es zu einem weltumspannenden Luftfahrtunternehmen und damit zu einer großen Bedrohung. In der Branche vermutet man sogar, dass das erst der Anfang ist. «Joint Venture unter Airlines sind die letzte Stufe vor der Fusion», erklärt Luftfahrtanalyst Yan Derocles gegenüber dem Figaro.

Air France könne dadurch etwa die Effizienz der Strecken wieder erhöhen. Schon länger versucht die Airline, verlustbringende Strecken zu einzustellen. Dazu gehören unter anderem die Routen nach Osteuropa. Von diesem Schritt wiederum könnte Air Berlin profitieren und die Fluggäste abgreifen. Die Franzosen bekämen mit der deutschen Fluglinie einen starken Partner gegen die Lufthansa.

Auch British denkt nach

Air France ist nicht die einzige Airline, die mit dem Feind vom Golf anbandelt. Die Stärke der Airlines aus Arabien beeindruckt viele Europäer. An der Generalversammlung des Weltluftfahrtverbandes Iata dachten etwa auch British Airways und Qatar Airways erstmals laut über ein künftiges Bündnis nach.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

united airlines boeing 787 9 elevated relax row
Mehr Platz zum Liegen in der Economy: United Airlines führt ab 2027 Sitzreihen ein, die sich in eine Schlafcouch verwandeln lassen. Die amerikanische Fluggesellschaft folgt damit einem Konzept, das andere Airlines bereits vorgemacht haben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack