Ilyushin Il-114-300 beim Erstflug: Die Premiere ...

Erstflug absolviertRussland bringt Turbopropflieger Il-114-300 in die Luft

Ein neues altes Turbopropflugzeug macht sich in Russland bereit, ausländische Modelle zu verdrängen. Die Ilyushin Il-114-300 war nun erstmals in der Luft zu sehen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

«Wir brauchen ein Regionalflugzeug oder wir werden in diesem Segment immer alles im Ausland kaufen.» Mit diesen Worten machte Russlands Präsident Vladimir Putin 2017 den Bau einer neuen Ilyushin Il-114 zur nationalen Aufgabe oberster Priorität. Nachdem der ersten Version der zweimotorigen Turbopropmaschine in den 1990er-Jahren der kommerzielle Erfolg verwehrt blieb, machte er Druck für die Entwicklung einer neuen Variante namens Il-114-300.

Damals plante man einer Zertifizierung schon für das Jahr 2018. Doch es kam anders. Im August 2020 kündigte das Flugzeugbaukonsortium UAC, zu dem Ilyushin gehört, gegenüber Präsident Putin an, im September werde der Erstflug stattfinden. Das wäre immerhin noch früher gewesen als der zuvor anvisierte November. Beide Termine hielt man aber nicht ein. Jetzt aber fliegt die Il-114-300.

Platz für bis zu 68 Passagiere

Am Mittwoch (16. Dezember) absolvierte die Neuauflage der Il-114 am Flughafen Moskau-Zhukovsky ihren Erstflug. An Bord waren zwei Piloten und ein Ingenieur, die diverse Tests durchführten. Die Premiere soll es nun ermöglichen, den Zeitplan einzuhalten und 2023 die ersten Exemplare auszuliefern. Die Produktion hat bereits begonnen.

Die Il-114-300 ist mit russischen Triebwerken des Typs TV7-117ST-01 ausgestattet und soll dereinst bis zu 68 Passagieren Platz bieten. Wenn alle Sitze besetzt sind, hat die Maschine laut UAC eine Reichweite von 1400 Kilometern, bei vollen Tanks und nur 1300 Kilogramm Zuladung sollen dagegen bis zu 5000 Kilometer möglich sein. Das Ziel  formuliert der Hersteller klar: «Die Il-114-300 soll importierte Flugzeuge ähnlichen Typs wie ATR 42, ATR 72, Dash 8-400 und alte Flugzeuge wie An-24 und An-26 auf den Inlandsstrecken ersetzen.»

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie den Erstflug der Il-114-300 in Foto und Video.

Mehr zum Thema

Leasinggesellschaft GTLK bestellt drei Ilyushin Il-114-300

Leasinggesellschaft GTLK bestellt drei Ilyushin Il-114-300

Prototyp der Il-114-300: Jungfernflug vorgeschoben.

Ilyushin Il-114-300 fliegt früher als geplant

Serienexemplar der Il-114: Erste Montage von zwei Rumpfsegmenten.

Serienfertigung der Il-114-300 kommt voran

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier