Ilyushin Il-114: Eine neue Version soll her.

PrestigeprojektRussland forciert Bau von neuer Ilyushin Il-114

Präsident Vladimir Putin hat die Neuauflage der Ilyushin Il-114 zur nationalen Priorität gemacht. Die Finanzierung der Turboprop-Maschine stellt er bis 2020 sicher.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Russland will russische Flieger. «Wenn die Produktion von heimischen Flugzeugen steigt, werden wir die Privilegien abbauen, die ausländische Flugzeugbauer genießen», kündigte der stellvertretende Ministerpräsident Dmitri Rogozin Anfang August an. Ein Plan, alle im Ausland hergestellten Flugzeuge durch russische zu ersetzen, liege bereits bei Präsident Vladimir Putin.

Der Staatschef hat sich nun Ende September selber zu Wort gemeldet. Putin betonte gemäß dem staatlichen Nachrichtenportal Sputnik, dass zwei Luftfahrt-Projekte zu den Top-Prioritäten des Landes zählten: die Entwicklung des Triebwerks Aviadvigatel PD-35 für Großraumflugzeuge und der Bau einer neuen Ilyushin Il-114 für den Regionalverkehr.

Regionalflieger priorisieren

Bis 2018 inklusive seien die Ausgaben dafür über die staatliche Holding Rosneftegaz finanziert, sagte der Präsident. Und er fuhr fort: «2019 bis 2020 werden sie aus dem Staatsbudget finanziert». Er werde dies mit dem Finanzministerium vereinbaren, so Putin.

Mit Blick auf die Ilyushin Il-114 sagte der russische Präsident: «Wir brauchen ein Regionalflugzeug oder wir werden in diesem Segment immer alles im Ausland kaufen.» Damit es nicht so kommt, soll nun die Il-114 auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.

Erstflug im Jahr 1990

Denn neu ist das Modell keineswegs. In den 1980er-Jahren entwickelt, hob der erste Prototyp der zweimotorigen Turboprop-Maschine 1990 ab. Doch zu einem kommerziellen Erfolg wurde die Maschine nie, so dass die Produktion nach weniger als 20 gebauten Maschinen im Jahr 2012 eingestellt wurde.

Doch schon 2014 fasste Putin den Bau einer neuen Ilyushin Il-114 ins Auge. Im November 2015 teilte Rogozin dann per Twitter mit, dass die Entwicklung eines Kurzstreckenfliegers auf Basis der Il-114 angeordnet worden sei. Heute gibt Ilyushin zum Projekt Il-114-300 selber an, dass die Maschine 64 Passagiere transportieren könne bei einer maximalen Reichweite von 1900 Kilometern.

Arktis-Landungen geplant

Als Triebwerke sind russische TV7-117SM vorgesehen, die im September 2017 zum ersten Mal an einer Il-76-LL-Testmaschine abhoben. Einige Maschinen sollen aber auch mit Motoren von Pratt & Whitney Canada ausgestattet werden. Eine Absichtserklärung dazu unterzeichneten die beiden Firmen bei der Luftfahrtmesse Le Bourget im Juni in Paris.

Das russische Luftfahrtkonsortium United Aircraft Corporation, dem auch Ilyushin angehört, plant, dass die neue Il-114 im Jahr 2018 ihre Zertifizierung erhält, ab 2022 ausgeliefert wird und dann mindestens zwölf der Flugzeuge pro Jahr gebaut werden. Rogozin erinnerte die Entwickler noch im August daran, dass das Flugzeug in der Lage sein müsse, auch auf unbefestigten Pisten zu landen und in einer speziellen Arktis-Modifikation auch im ewigen Eis.

ATR und Dash 8 ablösen

Die Ilyushin Il-114-300 soll bei russischen Fluggesellschaften ausländische Modelle wie ATR 42, ATR 72 oder Bombardier Dash 8 Q400 ebenso ablösen wie alte russische Antonov An-24 und An-26.

Mehr zum Thema

Am 8. Juni 2016 war es soweit: Premierminister <span class="st">Dmitri Medwedew</span> enthüllte die erste gebaute Irkut MS-21.

Russlands Regierung preist MS-21

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Bombardier Global 6000 von Swiss Private Jet: Landete plötzlich in Russland.

Schweizer Bombardier Global 6000 fliegt nach Umweg über Oman mit russischem Kennzeichen

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

Video

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies