Boeing 777x von Emirates: Wenn..., dann...

Streit mit US-AirlinesEmirates droht mit Annullierung der 777X-Order

Die großen US-Airlines wollen das Open-Skies-Abkommen mit den Arabischen Emiraten anpassen. Emirates warnt, das habe schlimme Folgen für die USA.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Seit drei Jahren lobbyieren sie. United Airlines, Delta Air Lines und American Airlines werfen den Golfairlines unfairen Wettbewerb vor. Gedopt durch angeblich rund 50 Milliarden Dollar an Subventionen durch ihre Regierungen würden Emirates, Etihad und Qatar den amerikanischen Fluggesellschaften schaden. Dem müsse Washington Einhalt gebieten.

Die großen Airlines der USA fordern ein Verbot der Aufnahme neuer Routen für die Golfairlines und eine Anpassung des Open-Skies-Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dagegen wehren sich Emirates, Etihad und Qatar. Sie stellen kategorisch in Abrede, gegen den Vertrag von 1999 zu verstoßen. Auch das Subventionsargument lassen sie nicht gelten.

Boeing profitiert

Qatar Airways hat allerdings inzwischen - nicht zuletzt wegen des Streits zwischen Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten - klein beigegeben. Die Fluglinie verpflichtete sich auf einen freiwilligen Routenstopp und eine transparentere Bilanzierung. Emirates und Etihad aber kämpfen weiter.

Seit die USA das erste Open-Skies-Abkommen unterzeichnet hätten, habe sich der Flugverkehr vervielfacht. Und davon profitiere nicht zuletzt Boeing, erklärte Tim Clark. Die Verkaufszahlen des Flugzeugbauers lägen in den 26 Jahren seit dem ersten Deal durchwegs ein Zehntel höher, so der Präsident von Emirates in einem Interview mit dem Wirtschaftsportal Business Insider.

Boeing verliert

Wenn man beginne, die Open-Skies-Abkommen zu beschränken, habe das daher schlimme Folgen auch für die Wirtschaft der USA, so Clark weiter. Das ganze System der Verträge werde dann in Frage gestellt. Boeing wäre ein Opfer, davon so der Emirates-Manager.

Seine Airline ist Großkundin des Herstellers. Unter anderem hat die Golfairline 2013 gleich 150 Stück der neuen Boeing 777X bestellt und vergangenen Herbst 40 Boeing 787 Dreamliner. In seiner Argumentation fährt Clark schweres Geschütz auf. Auf die Frage, was den passiere, wenn der Vertrag mit den Vereinigten Arabischen Emiraten reduziert würde, sagt er mit Bezug auf die Rekordorder von vor fünf Jahren: «Dann brauche ich die 150 Flugzeuge nicht mehr.»

Mehr zum Thema

Boeing 777 von Qatar Airways: Eine Front wurde jetzt beruhigt.

Qatar Airways raucht Friedenspfeife mit US-Airlines

Emirates und United Airlines: Die arabischen Airlines sind den US-Konkurrenten ein Dorn im Auge.

Krieg der Zahlen und Worte

ticker-emirates

Emirates bringt Premium Economy im Airbus A380 nach Paris

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack