Boeing 777 von Qatar Airways: Eine Front wurde jetzt beruhigt.

Einigung im SubventionsstreitQatar Airways raucht Friedenspfeife mit US-Airlines

Seit Jahren streiten die amerikanischen Fluggesellschaften mit den Konkurrenten vom Persischen Golf. Qatar Airways schließt nun einen Waffenstillstand mit American, Delta und United.

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Die Streithähne gaben sich in den letzten Jahren Saures. Auf der einen Seite standen die amerikanischen Branchengrößen und beklagten sich immer und immer wieder über die forsche Expansion der Golfairlines in den USA. American, Delta und United warfen den Konkurrenten vor, ihnen gedopt durch Subventionen Marktanteile wegzuschnappen. Auf der anderen Seite standen Emirates, Etihad und Qatar Airways. Sie verneinten Subventionen und verwiesen auf besseren Service und jüngere Flotten als Erfolgsfaktoren, die auch bei Passagieren aus den USA gut ankämen.

Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung drohte Qatar Airways gar mit einer Spaltung von Oneworld. Man frage sich, was die Mitgliedschaft im Luftfahrtbündnis noch bringe, wenn die Partnerin American Airlines weiter gegen seine Fluglinie Stimmung mache, sagte Vorstandsvorsitzender Akbar Al Baker und nahm sogar das Wort Austritt in den Mund. Doch inzwischen liegt die Fluggesellschaft nicht nur mit den Rivalen in den USA im Streit, sondern indirekt auch mit Emirates und Etihad. Denn die Vereinigten Arabischen Emirate haben Fliegern aus Katar die Lande- und Überflugsrechte entzogen.

Unter Obama keine Fortschritte

In dieser schwachen Position scheint Qatar Airways kompromissbereit zu sein. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt, hat sich die Golfairline zu zwei Punkten verpflichtet. Sie wird innerhalb eines Jahres jährlich einen Geschäftsbericht nach einem international anerkannten Standard veröffentlichen. Zudem wird sie innerhalb von zwei Jahren alle Transaktionen mit staatlichen Organisationen offenlegen.

Das ist nicht alles. Qatar Airways soll sich auch bereit erklärt haben, auf die fünfte Freiheit zu verzichten. Die Fluggesellschaft wird also keine Flüge in die USA anbieten, die in einem anderen Land zwischenlanden und dort Passagiere aufnehmen. So fliegt etwa Emirates von Dubai via Mailand nach New York. Die Einigung wird offenbar am Dienstag (30. Januar) von US-Außenminister Rex Tillerson bekannt gegeben. Unter der Regierung von Ex-Präsident Barack Obama konnten sich die amerikanischen Airlines mit ihren Forderungen nicht durchsetzen.

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