Airbus A320 von Tame: Bald höhere Ticketpreise?

Streit um billiges Kerosin

Die Regierung Ekuadors streicht einen Teil der Beihilfen für Flugbenzin. Die Fluglinien drohen mit einschneidenden Konsequenzen.

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«Was ist besser?», fragte Rafael Correa in einer Ansprache rhetorisch. «Dass wir gute Schulen haben, oder dass gewisse Leute billiger von Guayaquil nach Quito fliegen können?» Der Staatspräsident hatte im November angekündigt, man werde das Kerosin auf den konzessionierten Flughäfen wie Quito, Guayaquil und Cuenca ab dem 1. Januar nicht mehr verbilligen. Dadurch will die Regierung umgerechnet 75 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Bislang zahlen die Airlines an den von privaten Unternehmen betriebenen Airports auf Basis aktueller Preise rund 0.90 Euro pro Gallone, künftig werden es 2.65 Euro sein. Der Einschnitt macht zwar nur rund 5 Prozent aller Kerosin-Beihilfen des Staates aus. Dennoch laufen die Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber in Ekuador bereits Sturm gegen die Maßnahme.

Die privaten Airports warnen: Sollten die Beihilfen ab 2012 tatsächlich wegfallen, würden die Fluggesellschaften dann die Tarife erhöhen, Flüge umleiten und Personal reduzieren. In Cuenca etwa dürften Flieger wegen der Kürze der Piste nicht voll beladen abfliegen, sondern nur mit einer Auslastung von 80 Prozent. Ohne Subventionen würden diese Flüge schnell defizitär, sagt der dortige Flughafenchef Diego Andrade gemäß der Zeitung Hoy. Auch für Marco Subía, Präsident des Airlineverbandes Asociación de Representantes de Líneas Aéreas del Ecuador ist klar: «Wenn die Nachfrage gering ist, werden die Fluglinien Frequenzen abbauen». Und das sei logischerweise von den Airlines Tame, Aerogal, Saéreo und LAN zu erwarten. Denn der Treibstoff mache zwischen 30 und 40 Prozent der Kosten einer Airline aus. Die Regierung ihrerseits gab 2010 rund 1,6 Milliarden Euro für die Verbilligung aus. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres nahmen die Ausgaben bereits mehr als 20 Prozent zu.

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