Verletzte Flugbegleiterinnen, verwüstete Bordküche: Die Turbulenzen waren heftig.

AviancaVerletzte bei schweren Turbulenzen über Anden

Ein Airbus A330 von Avianca geriet in heftige Turbulenzen. Dabei zogen sich mindestens zwölf Menschen Verletzungen zu. Auf einem Flug von Malaysia Airlines passierte Ähnliches.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Flug AV965 von vergangenem Freitag war einer jener Flüge, die man nie erleben möchte. Der Airbus A330-200 startete am 3. Juni um 22:36 Uhr in Lima mit dem Ziel Buenos Aires. Viele der Reisenden waren bereits eingenickt, als die Maschine die Anden überquerte. An der Ostflanke des Gebirgszuges, etwa über der nordargentinischen Stadt Salta, war es mit dem Schlaf dann aber auf einen Schlag vorbei. Die Piloten warnten die Passagiere gerade noch und schon kam es zu überaus starken Turbulenzen.

Dabei wurde der A330 heftig durchgeschüttelt. Gegenstände flogen durch die Luft und Menschen wurden gegen Decken und Wände geschleudert. Dabei verletzten sich zwölf Personen, wie Avianca in einer Medienmitteilung bestätigt. Vier Verletzte waren Passagiere, acht Besatzungsmitglieder. Sie erlitten Prellungen. Der Flughafen Buenos Aires spricht dagegen von 23 Verletzten.

Ähnlicher Vorfall bei Malaysia Airlines

Nach der Ankunft um 4:16 Uhr wurden sie umgehend gepflegt. Besonders heftig erwischte es vier Flugbegleiter. Sie mussten eine Nacht im Krankenhaus bleiben. Bilder nach der Landung zeigen Szenen der Verwüstung. Nach sechs Stunden Aufenthalt konnte der A330 aber wieder weiterfliegen.

Einen ähnlichen Vorfall gab es am Sonntag (5. Juni) auf einem Flug von Malaysia Airlines. Der Airbus A380-800 war in London gestartet und hatte Kuala Lumpur zum Ziel. Über dem Golf von Bengalen geriet die Maschine wegen des Monsuns ebenfalls in heftige Turbulenzen. Je nach Bericht gab es zwischen 10 und 40 Verletzte.

Turbulenzen sind mühsam, aber ungefährlich

Auch wenn solcher Erlebnisse äußerst unangenehm sind. Sie sind erstens selten, weil Piloten sie zu umfliegen versuchen, wenn dazu genug Zeit bleibt. Zweitens sind sie kaum gefährlich. Flugzeuge sind gebaut, um sie auszuhalten. Wenn es wackelt und sich etwa die Flügel biegen, ist das genau, was passieren soll. Denn: Dadurch passt sich das Flugzeug dem Luftwiderstand an und fängt einen Teil der Turbulenzen ab. Auch für Triebwerke sind sie harmlos. Meistens fällt ein Flugzeug während Turbulenzen auch viel weniger, als Passagiere meinen, meist nur ein paar Meter. Es gibt darum nur eine Regel: Immer anschnallen, Augen zu und durch!

Mehr zum Thema

Turbulenzen-Visualisierung der Nasa: In den kommenden Jahren dürften die Flüge wackeliger werden.

Was passiert eigentlich bei Turbulenzen?

ticker-malaysian-airlines

Malaysia Airlines streicht Flüge nach Jeddah und Medina bis zum 17. Oktober

ticker-malaysian-airlines

Malaysia Airlines wettet groß auf Indien

ticker-malaysian-airlines

Malaysia Aviation Group übernimmt Wartungsbetrieb von Airbus

Video

Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies