Airbus A380 mit Doric-Beschriftung: Erste Kunden an der Angel.

A380: Erfolg mit mehr Sitzen

Viele zweifeln inzwischen am Konzept A380. Doric dagegen stärkt Airbus den Rücken. Die Leasingfirma will den A380 aber anders ausstatten.

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Keine einzige feste Bestellung konnte Airbus seit Anfang Jahr für sein größtes Flugzeug an Land ziehen. Da und dort wurde deshalb bereits der Abgesang auf den A380 angestimmt. Doch nicht nur Airbus glaubt weiterhin an seinen Superjumbo. «Jetzt, da die Weltwirtschaft in einen neuen Gang wechselt und wir nicht mehr in einer tiefen finanziellen Rezession stecken, ändert sich die Einstellung. Fluglinien werden wieder die größten Flugzeuge auf ihren Rennstrecken einsetzen wollen», sagte Marc Lapidus, Chef der Leasingesellschaft Doric, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Lapidus will deshalb die Option auf 20 A380, die er im Juni einging, bis Ende Jahr einlösen und in eine feste Bestellung umwandeln. «Fluggesellschaften biegen wieder auf einen Wachstumskurs ein», erklärte der Doric-Chef Bloomberg. Sein Unternehmen brauche nur drei, vier Kunden um den Kauf finanziell lohnenswert zu machen.

Erste Kunden im Visier

Anfang 2014 schon will Doric den ersten Kunden nennen. Lapidus spricht von Malaysia Airlines und Cathay Pacific als potenziellen Interessen. Vor allem Fluglinien, die sich die hohen Vorabzahlungen an Airbus bei einem Kauf nicht leisten könnten, seien aber interessant, so der Doric-Chef. Für sie lohne sich Leasing.

Um das Riesenflugzeug attraktiver zu machen, plant Doric aber eine wichtige Anpassung. Das Unternehmen will den A380 mit mehr Sitzen ausstatten. Airbus spricht in der Standardversion von einer Kapazität von 525 Personen. Die meisten Betreiber des A380 packen aber weniger Menschen in den Riesenflieger.

Airbus plant Anpassungen

Doric dagegen will den A380 für 630 Passagiere auslegen. Dazu soll er in der Economy-Klasse elf statt nur zehn Sitze pro Reihe bekommen. Der Boden soll dafür etwas angehoben werden, damit der Sitzkomfort unter dem zusätzlichen Sitz nicht leidet.«Wenn man die richtige Kapazität auf dem A380 hat, ist er in puncto Wirtschaftlichkeit unschlagbar», so Lapidus zu Bloomberg.

Auch Airbus selbst will den A380 anpassen, um ihn gegenüber der Boeing 777X und dem eigenen A350 wieder attraktiver zu machen. Zum einen prüft der Hersteller die Ausstattung des Superjumbos mit neuen, sparsameren Triebwerken. Zum zweiten werden neue Tragflächen analysiert. Und zum dritten ist offenbar auch eine verlängerte Version im Gespräch. Ein ganz neues Modell ist aber nicht geplant.

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