Teheran: Die Stadt erhält eine neue Airline.

Iran will Direktflüge in die USA

Die Luftfahrtindustrie des Landes kämpft mit Sicherheits- und Finanzproblemen. Dennoch plant der Iran offenbar Direktflüge in die USA. Das wäre eine Revolution.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es wäre mehr als nur eine neue Route. Seit mehr als dreißig Jahren gibt es keine Direktflüge mehr zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. Das liegt nicht nur am politischen Eiszeit zwischen den Ländern. Die USA setzten sich lange auch für drastische Embargos gegen den Staat ein, die die Lieferung von Flugzeugen und Ersatzteilen unmöglich machten. Das führte dazu, dass die iranische Flotte verwahrloste. Dennoch kündigt Irans Präsident Hossan Rouhani nun an, man strebe wieder Direktflüge in die USA an.

Man wolle die Transportprobleme zwischen den beiden Ländern wieder aufheben, so ein Berater des Präsidenten in den iranischen Medien. Rund 500'000 Iraner leben in den USA und müssen momentan noch beschwerliche Reisen auf sich nehmen, um in ihr Heimatland zu gelangen. Falls die Pläne von Präsident Rouhani Realität werden, wäre das auch eine diplomatische Sensation. Unvorstellbar wäre es allerdings nicht. So verurteilte er etwa erst kürzlich die Verbrechen der Nazis gegenüber den Juden – etwas, was zuzugeben sich sein Vorgänger Mahmoud Ahmadinejad stets weigerte. Er hatte den Holocaust sogar geleugnet.

Delta im Gespräch

Wer genau die Routen bedienen würde, ist aber noch nicht klar. Schon vor einigen Monaten war die US-Airline Delta im Gespräch, leugnete die Gerüchte aber. Doch auch nun vermuten Branchenquellen, dass zunächst eine US-Airline einspringen würde – allein wegen des desolaten Zustandes der iranischen Flotten. An dieser arbeitet das Land aber immer weiter. Trotz des Embargos kündigt die Regierung laufend neue Flugzeuglieferungen und die Gründung neuer Airlines an. Erst in der vergangenen Woche kündigte das Luftfahrtministerium des Landes laut der Tehran Times an, dass sechs neue Airlines die Fluggenehmigung erhalten hätten.

So lange das Embargo besteht, kommen die Airlines allerdings nur über Umwege an neue Jets. Beispielhaft zeigt das der Fall von zwei Lufthansa-Fliegern. Die ehemalige «Oldenburg» und «Bayreuth» wurden von der deutschen Fluggesellschaft Ende 2012 an die junge thailändische Chaba Airlines verkauft. Doch via Kirgistan gingen sie am Ende an die iranische Mahan Air.

Mehr zum Thema

ticker-usa

USA fördern neue Flugverbindungen mit 11,35 Millionen Dollar

Flughafen Newark bei New York: Auch von den Problemen betroffen.

Bauarbeiter durchtrennen Kabel und lösen massive Störung der Flugsicherung im Nordosten der USA aus - Tausende Flüge betroffen

Flugzeug von Iran Air: Nicht nur sie wollen die USA treffen mit ihren Maßnahmen.

USA wollen alle iranischen Airlines ab Mittwoch weltweit lahmlegen

Kampfdrohneneinsatz im Dschungel Kein Entkommen für Drogenschieber

Wie die Armee der USA Drogenkartelle aus der Luft bekämpft

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier