Letzte Aktualisierung: um 11:52 Uhr
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Iran will Direktflüge in die USA

Die Luftfahrtindustrie des Landes kämpft mit Sicherheits- und Finanzproblemen. Dennoch plant der Iran offenbar Direktflüge in die USA. Das wäre eine Revolution.

Shervan Karim/Wikimedia/CC

Teheran: Bald direkt von den USA hierhin?

Es wäre mehr als nur eine neue Route. Seit mehr als dreißig Jahren gibt es keine Direktflüge mehr zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. Das liegt nicht nur am politischen Eiszeit zwischen den Ländern. Die USA setzten sich lange auch für drastische Embargos gegen den Staat ein, die die Lieferung von Flugzeugen und Ersatzteilen unmöglich machten. Das führte dazu, dass die iranische Flotte verwahrloste. Dennoch kündigt Irans Präsident Hossan Rouhani nun an, man strebe wieder Direktflüge in die USA an.

Man wolle die Transportprobleme zwischen den beiden Ländern wieder aufheben, so ein Berater des Präsidenten in den iranischen Medien. Rund 500’000 Iraner leben in den USA und müssen momentan noch beschwerliche Reisen auf sich nehmen, um in ihr Heimatland zu gelangen. Falls die Pläne von Präsident Rouhani Realität werden, wäre das auch eine diplomatische Sensation. Unvorstellbar wäre es allerdings nicht. So verurteilte er etwa erst kürzlich die Verbrechen der Nazis gegenüber den Juden – etwas, was zuzugeben sich sein Vorgänger Mahmoud Ahmadinejad stets weigerte. Er hatte den Holocaust sogar geleugnet.

Delta im Gespräch

Wer genau die Routen bedienen würde, ist aber noch nicht klar. Schon vor einigen Monaten war die US-Airline Delta im Gespräch, leugnete die Gerüchte aber. Doch auch nun vermuten Branchenquellen, dass zunächst eine US-Airline einspringen würde – allein wegen des desolaten Zustandes der iranischen Flotten. An dieser arbeitet das Land aber immer weiter. Trotz des Embargos kündigt die Regierung laufend neue Flugzeuglieferungen und die Gründung neuer Airlines an. Erst in der vergangenen Woche kündigte das Luftfahrtministerium des Landes laut der Tehran Times an, dass sechs neue Airlines die Fluggenehmigung erhalten hätten.

So lange das Embargo besteht, kommen die Airlines allerdings nur über Umwege an neue Jets. Beispielhaft zeigt das der Fall von zwei Lufthansa-Fliegern. Die ehemalige «Oldenburg» und «Bayreuth» wurden von der deutschen Fluggesellschaft Ende 2012 an die junge thailändische Chaba Airlines verkauft. Doch via Kirgistan gingen sie am Ende an die iranische Mahan Air.



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