Leap-1A: Alles läuft nach Plan.

CFM Leap-1ADer Profiteur des A320-Neo-Fehlstarts

Der Start des A320 Neo ging wegen Triebwerksproblemen nicht geräuschlos über die Bühne. Einer kann sich deshalb nun umso mehr in Fäustchen lachen.

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Nach dem etwas missglückten Start des A320 Neo ist CFM der lachende Dritte. Der geplante Erstkunde Qatar Airways weigerte sich, den neusten Jet von Airbus entgegen zu nehmen. Der Grund: Die zuvor so hoch gelobten Triebwerke von Pratt & Whitney leisteten ausgerechnet in hohen Temperaturen nicht, was sie versprachen. Die versprochene Treibstoffersparnis und Effizienzsteigerung wurde dadurch zunichte gemacht, dass die Motoren vor jedem Start mehrere Minuten leer laufen müssen.

Auch drei Monate später ist Qatar Airways unzufrieden. Die Airline hat begonnen, mit Pratts Konkurrenten CFM über die Neo-Triebwerke zu sprechen, wurde kürzlich bekannt. Die haben das Problem nämlich nicht. Die Leap-1A-Triebwerke sind das direkte Konkurrenzmodell zum Pure Power PW1100G. Auch Lufthansa erhält einen Teil ihrer A320 Neo mit CFM-Antrieb.

Seitenhieb auf Pratt & Whitney

Einen Seitenhieb lässt sich Olivier Andriès, Chef der CFM-Mutter Snecma denn auch nicht nehmen. Bei der Feier der zwanzigjährigen Zusammenarbeit mit der Billigairline Easyjet wandte er sich an deren Chefin Carolyn McCall: «Wir reden ja eigentlich nicht gern über die Konkurrenz», so der Manager. «Aber Ihr habt Euch definitiv für das richtige Triebwerk entschieden.» Man werde pünktlich liefern und die Triebwerke überträfen die Erwartungen.

Drei Airbus-Jets seien bereits auf Testflügen mit den neuen Triebwerken unterwegs. «Die Rückmeldungen der Piloten sind ausschließlich positiv», so Andriès. Es habe noch keinen Zwischenfall gegeben und die Leistung der Motoren sei genau so, wie man es erwartet habe. Gegenüber aktuellen Modellen soll das Leap 1A rund 15 Prozent an Treibstoffeinsparung bieten.

Auf jeden Fall pünktlich.

10.400 Bestellungen für die Triebwerke hat CFM bereits eingesammelt – noch vor der ersten Auslieferung. Die Leap-Triebwerke gibt es als Leap-1A für Airbus, Leap-1B für Boeing und Leap-1C für Comacs C919. Auch die 1B-Version ist bereits mit zwei Boeing 737 auf Testflügen unterwegs. Den Erstflug der C-Version erwartet Andriès Ende des Jahres – wenn auch der erste Comac C919 abhebt.

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