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Zürich - Lugano

Der neue Mega-Tunnel lässt Swiss kalt

Mit dem Zug ist man bald schneller von Zürich in Lugano als mit dem Flugzeug – dank dem neuen Gotthard-Basistunnel. Dennoch hält Swiss an ihren vier täglichen Flügen fest.

aeroTELEGRAPH

Flug über die Alpen: Mit dem Zug ist man bald schneller von der Nord- in der Südschweiz.

Es ist ein kleiner Markt. Und doch fliegt Swiss gleich vier Mal pro Tag über die Alpen in die italienischsprachige Schweiz und zurück. Insgesamt stehen zwischen Zürich und Lugano wöchentlich 2130 Plätze in jede Richtung zur Verfügung. Das ist viel bei einem Einzugsgebiet von weniger als einer halben Million Menschen. In den Flugzeugen gibt es denn auch immer reichlich freie Plätze.

Und nun bekommt die Swiss auf der Strecke nochmals deutlich härtere Konkurrenz. Denn am 11. Dezember nehmen die Schweizerischen Bundesbahnen SBB den regulären Passagierverkehr durch den neuen, 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel auf. Dadurch verkürzt sich die Fahrzeit zwischen Zürich und Lugano um 25 Minuten auf 2:08 Stunden. Wenn man Anreise und Wartezeit anrechnet, ist der Flug nicht mehr wirklich schneller.

Zug wird noch schneller

Dennoch will Swiss an den vier täglichen Flügen festhalten, die von der Schwester Austrian Airlines mit Bombardier Dash 8-400 mit 76 Plätzen durchgeführt werden. «Wir planen keine Maßnahmen, die unmittelbar mit der Eröffnung des neuen Basistunnels im Zusammenhang stehen», sagt ein Sprecher. Man wolle als Airline der Schweiz die Anbindung des Tessins an das Drehkreuz Zürich sicherstellen. «Zudem handelt es sich um eine wichtige Zubringer-Verbindung.»

In den nächsten Jahren könnte sich das aber durchaus ändern. Denn die Fahrzeit auf der Schiene wird sich laufend weiter verkürzen. Schon im Verlaufe von 2018 werden die Züge nach Aufhebung von Baustellen schneller sein. Ab 2020 wird man dann von Lugano in weniger als zwei Stunden in Zürich sein – und am Flughafen Zürich in nur 15 Minuten mehr.



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