Boeing 747 und Airbus A380 von Lufthansa:  Mehr Erlöse, weniger Kosten.

UmwälzungenDas ändert sich bei Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss

Nicht nur bei Eurowings und Brussels Airlines wird vieles anders. Auch Lufthansa, Austrian und Swiss müssen mehr verdienen und weniger ausgeben.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Vor einer Woche schockte Lufthansa ihre Aktionäre und auch viele ihrer Mitarbeiter mit einer Gewinnwarnung. Nachdem der Konzern 2018 noch einen Betriebsgewinn (Ebit bereinigt) von 2,8 Milliarden Euro ausgewiesen hatte, rechnet das Management inzwischen nur noch mit einem Plus von 2,0 bis 2,4 Milliarden. Das ist viel weniger als erwartet.

Für Konzernchef Carsten Spohr war deshalb klar, dass er etwas tun muss - auch um den Aktienkurs zu stimulieren, der seit Ende 2017 sinkt und sinkt. Die Lufthansa-Papiere sind heute 55 Prozent weniger wert als vor 18 Monaten. Am Montag (24. Juni) stellten er und seine Vorstandskollegen deshalb ein umfangreiches Maßnahmenpaket vor. Es betrifft die ganze Gruppe, allerdings nicht alle Töchter gleich stark.

Die drei Airlines sollen mehr Extras verkaufen

Besonders hart wird es für Eurowings, die «schnellstmöglich in die Gewinnzone zurückkehren» soll. Die Billigairline fliegt künftig nur noch Kurzstrecken, das Langstreckengeschäft übergibt sie faktisch an den Konzern. Zudem vereinheitlicht sie die Flotte auf Airbus A320 und setzt auf nur noch ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate AOC). Auch bei der Tochter Brussels Airlines wird vieles neu. Die Integration der belgischen Tochter in die Eurowings-Gruppe wird gestoppt. Ein Sparprogramm soll bis Herbst ausgearbeitet werden.

Doch auch die Netzwerkairlines - Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss - müssen ihren Beitrag leisten. Sie bekommen den Auftrag, über Vertriebsinnovationen ihre Stückerlöse bis 2022 um 3 Prozent zu erhöhen. So will das Management etwa die Zusatzerlöse dank neuer Sitzplatzoptionen, einem neuen Essensangebot, neuen Nebenprodukten aber auch durch eine dynamische Preisgestaltung der Extras gegenüber heute deutlich steigern. Sie sollen in den kommenden drei Jahren um die Hälfte von heute 585 Millionen Euro auf rund 890 Millionen anwachsen.

Immer mehr Direktbuchungen

Zudem wollen Lufthansa, Austrian und Swiss die Preise auch bei den Tickets noch flexibler gestalten. Gibt es heute 26 Buchungsklassen mit abgestuften Tarifen, sollen die Preise in Zukunft völlig dynamisch an die Nachfrage und die Kunden angepasst werden. Und nicht zuletzt sollen die Reisenden immer mehr direkt bei den Lufthansa-Airlines direkt buchen, was wiederum für höhere Erlöse sorgt. Vor drei Jahren betrug der Anteil erst 35 Prozent, inzwischen sind es 45 Prozent, künftig sollen es über 50 Prozent sein.

Doch nicht nur mehr einnehmen sollen die drei Netzwerkairlines. Gleichzeitig sollen sie ihre Stückkosten um ein Prozent sinken. Wie genau das passieren soll, führt Lufthansa aber in ihrer Präsentation nicht aus.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Eurowings: Bald zwischen Zürich und Mallorca unterwegs.

Eurowings schließt Basen und gibt Langstrecke ab

Flieger von Eurowings: Ärger in Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund.

Eurowings fliegt in heftige Turbulenzen

ticker-lufthansa

Lufthansa Technik versorgt Uzbekistan Airways bis 2035 mit Ersatzteilen

Flugzeuge von Emirates und Lufthansa: Nur eine von beiden Airlines hat Grund zur Freude.

Lufthansa kritisiert zusätzliche Verkehrsrechte für Emirate: «Bundesregierung schießt zu viele Eigentore»

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack