Trümmerfeld in San Francisco: Die Piloten tragen die größte Schuld.

Urteil gegen AsianaKorean Air fordert härtere Strafe

Das Unglück der Boeing 777 in San Francisco liegt mehr als ein Jahr zurück. Nun verhängt Südkorea eine Strafe gegen Asiana. Die findet Korean Air zu milde.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Es ist ein Verlust von fast 14 Millionen Dollar. 45 Tage lang darf Asiana Airlines die Route von Seoul nach San Francisco nicht bedienen. Diese Strafe hat die koreanische Regierung der Fluggesellschaft auferlegt. Grund ist die Bruchlandung von Flug OZ214 am 6. Juli 2013, bei der drei Menschen ums Leben kamen.

Normalerweise fliegt Asiana die Strecke zwischen der Basis und der Stadt an der amerikanischen Westküste ein Mal täglich. Dabei wird eine Boeing 777 eingesetzt, die 295 Passagiere fasst. Wann die 45-Tage-Sperre beginnt, kann die Fluglinie selbst entscheiden.

Kopilot traute sich nicht

Asiana musste sich nach dem Crash schon mehrfach Kritik anhören. So sei die Pilotenausbildung nicht genügend. Aber auch die Kultur im Cockpit habe sich zu ändern. Denn offenbar hatte einer der Kopiloten sich nicht getraut, dem Kapitän zu widersprechen, als der Entscheidungen traf, die schlussendlich zur Bruchlandung führten.

Zu diesem Schluss kamen auch die Ermittler des amerikanischen National Transportation Safety Board. Die Hauptschuld tragen laut den Unterlagen die Piloten. Doch auch die Feuerwehr und die Airline hätten Schuld (ausführlich lesen Sie das hier nach). Nach koreanischem Gesetz kann die Regierung nach Unfällen, die eine bestimmte Schadenshöhe erreichen, Fluggesellschaften sanktionieren.

Öffentlichkeit leidet unter der Entscheidung

Bis zu 90 Tage könnte das Betriebsverbot eigentlich dauern. Man habe nicht die Höchststrafe gewählt, weil Asiana sich um Rettung der Passagiere bemüht habe, so die Regierung. Die Fluglinie wehrt sich dennoch gegen das Urteil. Man wolle womöglich juristisch dagegen vorgehen, kündigt die Fluggesellschaft an. «Das Transportministerium hat in keiner Weise berücksichtigt, wie sehr die Öffentlichkeit unter der Entscheidung leidet».

Die Flugausfälle können nicht alle von den Wettbewerbern kompensiert werden – auch wenn die Regierung Asianas Hauptkonkurrenten Korean Air bat, auf der Strecke nach San Francisco in der betroffenen Periode eine größere Maschine einzusetzen. Auch die internationale Luftfahrtorganisation Iata unterstützt Asiana. 43 inländische und ausländische Anbieter, die in Korea fliegen, hatten im Vorfeld des Urteils eine Petition unterschrieben, welche eine mildere Strafe forderte.

Korean Air ist unzufrieden

Nicht unter den Unterzeichnern: Korean Air. Die Konkurrentin beschwerte sich sogar, dass die Strafe zu milde sei. Nach einem Crash in Guam sei Korean drei Monate lang suspendiert worden. 18 Monate lang durfte sie nach dem Crash im Jahr 1999 keine neuen Routen eröffnen. Verglichen mit der damaligen Strafe sei das Verbot von Asiana Airlines nur eine kleine Ohrfeige, so ein Vertreter von Korean Air gegenüber der Zeitung Korea Times.

Sehen Sie hier eine Animation des Unfalls:

Mehr zum Thema

ticker-korean-air-neu

Korean Air zurrt Auftrag für Boeing 777-9, 787-10, 737 Max 10 und 777-8 F fest

ticker-korean-air-neu

Korean Air darf Meilenprogramme mit Asiana zusammenführen

ticker-korean-air-neu

Korean Air ersetzt schrittweise Asiana-Flugnummern

ticker-korean-air-neu

Korean Air kehrt im Winter nach Oita zurück

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies