Letzte Aktualisierung: um 14:04 Uhr

D-AIAS

Condor verstärkt Flotte mit aus Russland zurückgekehrtem Airbus A321

Der deutsche Ferienflieger baut seine Flotte aus. Der neue Airbus A321 von Condor flog bis zum Ausbruch des Ukraine-Krieges noch in Russland.

Leserbild: Sebastian Thiel

Airbus A321: Bald bei Condor unterwegs.

Für sein junges Alter hat der A321 schon einiges gesehen: eine Pleite, eine Ablehnung, eine Pandemie und eine Zwangsrückgabe. Vor acht Jahren wurde der Jet mit der Seriennummer 6122 von Airbus direkt ab Werk an Thomas Cook Airlines ausgeliefert. Und dort sollte er auch viele Jahre bleiben.

Für den Ferienflieger flog er aber nur fünf Jahre lang – bis zur Insolvenz des britischen Reisekonzerns im September 2019. Nach wenigen Monaten, in denen er geparkt war, fand die Leasinggesellschaft Air Lease Corporation in der britischen Jet 2 eine neue Kundin. Doch weil die Pandemie der Branche das Geschäft vermieste, nahm die Fluglinie den Airbus A321 doch nicht.

Nach Russland und zurück

Im Mai 2021 wechselte er dann nach Russland – zu Nordwind Airlines. Kurz nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine und der Ausrufung westlicher Sanktionen gab die Charterfluglinie den Jet aber zurück. Sie gehörte zu den fünf russischen Fluglinien, die freiwillig Flugzeuge retournierten. Und Air Lease musste abermals einen Abnehmer finden.

Das ist jetzt gelungen. Condor wird den Airbus A321 übernehmen, wie eine Sprecherin aeroTELEGRAPH bestätigt. Am 5. August wurde er bereits von Ljubljana nach Düsseldorf überführt.

Nur ein Einzelfall

Bei Condor wird der A321 das Kennzeichen D-AIAS tragen. In den kommenden Wochen soll er offiziell in die Flotte überführt werden. «Das Flugzeug war zuvor bereits für Thomas Cook Airlines und Condor im Einsatz. Es ist uns somit bereits bekannt und wird künftig als zusätzliche Maschine als Teil der Condor-Flotte fliegen», erklärt die Sprecherin weiter.

Weitere Opportunitäten, die sich aus der aktuellen Marktlage rund um Russland ergeben, will Condor aber nicht mehr ergreifen. «Weitere Gespräche oder Übernahmen in dieser Richtung sind nicht geplant», so die Sprecherin.