Beladung eines Airbus A330-900 von Condor: Fracht wird wichtiger.

Mit Airbus A330 NeoCondor startet Fracht-Offensive

Mehr Platz, regelmäßigere Flüge, neue Angebote: Der ehemalige Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber will nun als Chef bei Condor das Frachtgeschäft ankurbeln.

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Peter Gerber wechselte von Brussels Airlines zu Condor. Doch vor diesen Stationen war der Luftfahrtmanager von 2014 bis 2021 Chef von Lufthansa Cargo. Zuvor hatte Gerber bereits von 2009 bis 2012 als Finanz- und Personalvorstand für Lufthansas Frachttochter gearbeitet. Er hat also viel Erfahrung und Kontakte im Cargogeschäft.

Und genau das nutzt der heute 60-Jährige in seiner neuen Rolle. Condor befinde sich mittlerweile «auch bezogen auf das Thema Cargo auf der Landkarte», so Gerber in einem Mediengespräch. Möglich sei dies durch die von seinem Vorgänger Ralf Teckentrup eingeleitete Umstellung der Langstreckenflotte von Boeing 767 auf Airbus A330 Neo.

Nordamerika und bald Asien

«Die Boeing 767 hat eine sehr kleine Cargo Load, außerdem bekommt man keine vernünftigen Container hinein», erklärt Gerber. Dagegen könne man im A330-900 mit durchschnittlich zehn Tonnen Fracht fliegen, was einem Plus von 60 Prozent entspreche.

«Das Flugzeug kann aber auch 16 bis 17 Tonnen mitnehmen, wenn es vorne nicht zu voll ist», so der ehemalige Lufthansa-Cargo-Chef. Abgesehen von den touristischen Zielen fliege man mittlerweile auch ein Streckennetz mit «sehr interessanten Frachtmärkten», sagt Gerber und nennt den amerikanischen Kontinent, aber auch künftige Ziele in Asien.

Bangkok, Phuket, Hangzhou

Im aktuellen Sommerflug steuert Condor in den USA 13 Ziele an, in Kanada fünf. Aus Asien steht derzeit nur Male im Flugplan, im Winter 2024/2025 kommen aber Dubai, Bangkok und Phuket dazu, sowie in Kooperation mit einem chinesischen Reiseveranstalter Hangzhou.

«Ich habe auch wieder Kontakt mit meinen alten Freunden», sagt Gerber und meint große Spediteure, vor allem ab Frankfurt, «die sich wieder für unser Produkt interessieren». Dabei sei nicht nur wichtig, dass man mehr Fracht mitnehme als früher, sondern auch regelmäßiger, «was für Spediteure wichtig ist». Zudem biete man neue Produkte an.

«Nicht nur immer das Billigste»

«Wir fliegen jetzt Pharma», so Geber, und auch andere gekühlte Güter. So müsse man «nicht nur immer das Billigste mitnehmen», sondern transportiere auch hochwertigere Fracht. «Das braucht ein bisschen Vorbereitung, Prozesse und Kapazität, aber es hilft uns, weil wir an dieser Stelle das Geschäft zu anderen Erträgen abwickeln können», erklärt der Condor-Chef. Man habe auch einige neue Cargomanager eingestellt.

Condor betreibt aktuell 17 Airbus A330-900 als Langstreckenflotte. Vor Jahresende soll ein weiterer folgen und in den Jahren 2026/2027 dann nochmal drei der Flugzeuge.

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