Die neue Business Class von Condor: Ein sehr dunkles Blau wirkt edel. <em>(Klicken Sie ins Bild und schauen Sie sich die Bildergalerie im Großformat an)</em>

Erste Business-Reihe mit ExtrasCondor bringt Mini-First-Class in den Airbus A330 Neo

Der deutsche Ferienflieger gewährte erstmals Einblick in die Kabine ihres Airbus A330 Neo. Das Interieur hat Condor elegant gestaltet - und es gibt sogar eine Überraschung.

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Es war eine Zitterpartie. Am 27. Dezember hebt Condors erster Airbus A330 Neo zum ersten Mal mit Passagierinnen und Passagieren nach Mauritius ab. Doch im letzten Moment kam es in Toulouse zu einem Malheur. Der Flieger rammte mit der Flügelspitze ein Gebäude.

Zum Glück ging es aber glimpflich aus, sodass er rechtzeitig repariert werden konnte. Jetzt ist die D-ANRA in Frankfurt - und Condor-Chef Ralf Teckentrup hat seine Mitarbeitenden und die Medien zu einem Besuch des neuen Flugzeuges eingeladen.

Ein Stoff, der mächtig Stress machte

Bei dem erzählt er, dass der kleine Unfall in Toulouse nicht das einzige war, was den Zeitplan fast durcheinandergewirbelt hätte. «Dieser Stoff hier», so der Airlinechef, und zeigt auf einen veloursartigen Überzug am Rücken eines Business-Class-Sitzes, «hat ganz schön Stress gemacht.» Alcantara heißt der korrekte Begriff. Er ist im selben sehr dunklen Blau gehalten wie die anderen Stoffe in der Geschäftsreiseklasse und auch die Condor-typischen Streifen an der Rückwand.

Doch auch wenn der Stoff in anderen Farben bereits für den Einsatz in der Luftfahrt zugelassen gewesen sei – in dieser eben noch nicht. Und bei einem Feuertest habe er dann etwas mehr Dampf entwickelt, als den Prüfern lieb war. «Fast hätte das nochmals für vier Wochen Verspätung gesorgt», so der Condor-Chef. Zum Glück stellte sich dann aber heraus, dass der Dampf sich lediglich entwickelt hatte, weil der Stoff versehentlich zweimal mit Feuerschutz besprüht worden war.

Als Suite nutzbar

Jetzt ist der zugelassene Stoff Teil der Business-Class-Kabine des A330 Neo. Und das dunkle Blau in Kombination mit braunem Holz und Beigetönen schafft einen edlen Eindruck, der überrascht, wenn man zuvor das grün-weiße Ringelflugzeug von außen gesehen hat. Die Sitze können mit denen der großen Konkurrentinnen mithalten. Jeder hat Gangzugang, Stauraum und lässt sich - mittlerweile Standard - zu einem flachen Bett verwandeln.

Bei einem Trend der letzten Jahre macht Condor auch mit, zumindest ein wenig: Die erste Reihe der Business Class wird zu einer Art Mini-First-Class. Die Bildschirme dort sind deutlich größer als die der anderen Sitze. Zudem gibt es am Fußende des Sitzes eine Art Ottoman, wo sich eine weitere Person hinsetzen kann. Mit einem zugehörigen Klapptischchen kann man dort zusammen zum Beispiel speisen oder etwas spielen. Auch über einen Sitzgurt verfügt der zweite Sitz, damit man auch bei Turbulenzen zusammenbleiben kann. Für Start und Landung ist er allerdings nicht zugelassen.

Business Plus kostet mehr

Die beiden mittleren Sitze verfügen über dieselben Extras, lassen sich aber auch als eine kleine gemeinsame Suite nutzen. Wer die Business Plus nutzen will, muss etwas mehr dafür zahlen. Wie viel, verrät Condor aber noch nicht.

Zwischen Business und Economy verkauft Condor eine Premium Economy - die Sitze sind allerdings eher vergleichbar mit den Produkten, die andere Airlines Economy Plus nennen. Sie bieten mehr Beinfreiheit, es gibt ein anderes Menü und auch Amenity Kits für die Reisenden. Premium Economy und Economy sind in Sandtönen gehalten, die ebenfalls edel wirken.

Überall kleine Streifen

Bei der Gestaltung der Kabine legte die Airline viel Wert aufs Detail. Wirklich überall finden sich die Streifen wieder; selbst auf den Verschlüssen der Klapptische. Auch die Lichter an der Decke im Eingangsbereich sind im Streifenmuster gehalten. Condor-Chef Teckentrup ist sichtlich stolz darauf und zeigt ein weiteres Detail an den Sitzen der Economy – ein kleines Label am Rand, ebenfalls mit dunkelblauen Streifen.

Für den 65-Jährigen ist die Erneuerung der Langstreckenflotte der letzte große Wurf, bevor er abtritt. Nach 19 Jahren an der Spitze sei es die richtige Zeit, findet er. Wann genau seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger den Dienst antritt, ist nicht offiziell bekannt. Sein Vertrag läuft offiziell bis Ende 2023. Doch schon zu Ostern könnte der Nachfolger oder die Nachfolgerin an Bord sein.

Verschaffen Sie sich oben in der Bildergalerie einen Eindruck von der Kabine des ersten A330 Neo von Condor. 

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