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Air Canada gefällt die C-Series

Die kanadische Fluggesellschaft krempelt ihre Flotte um. Dabei prüft sie die Flieger von Bombardier. Ein erfolgreicher Erstflug der C-Series wird entscheidend.

Air Canada

Embraer von Air Canada: Könnten ersetzt werden.

Calin Rovinescu ist von der C-Series angetan. «Aufgrund dessen, was wir bis jetzt auf Papier sahen, mögen wir sie», sagte der Chef von Air Canada am Dienstag (20. August) vor den Medien, wie die Zeitung The Globe and Mail schreibt. Aber natürlich sei das neue Flugzeug noch nie wirklich geflogen. Genau daran arbeitet Bombardier emsig. Drei mal in Serie musste der kanadische Flugzeugbauer nun schon den Erstflug seines Vorzeigefliegers verschieben. Nach sechs Monaten beim ersten Mal und einem beim zweiten hieß es am 24. Juli, der Erstflug werde «in wenigen Wochen» stattfinden. Konkret wurde Bombardier nicht. Bald dürfte es aber nun soweit sein. Derzeit führ das Unternehmen noch Rolltests durch.

Wenn der Erstflug erfolgreich verläuft, könnte Bombardier endlich der Durchbruch gelingen. Bislang konnten die Kanadier erst 177 Bestellungen für das neue Flugzeug einsammeln. Vom Ziel, bis Mitte 2014 rund 300 Order aufzuweisen, sind sie noch weit entfernt. Besonders enttäuschend verlief die Flugschau in Paris Le Bourget. Bombardier konnte da keinen einzigen Auftrag an Land ziehen.

Würfel sind noch nicht gefallen

Das Interesse von Air Canada ist für das Programm deshalb extrem wichtig. Die Airline wird in den nächsten sieben Jahren die Kurz- und Mittelstreckenflotte umbauen. Dafür will die Fluglinie mindestens hundert neue Flugzeuge kaufen, wie Rovinescu nun bekräftigte. Es wäre der Befreiungsschlag, den Bombardier benötigt. «Wir schauen uns die C-Series ganz genau an», so der Air-Canada-Chef.

Die Würfel sind indes noch nicht gefallen. In Frage kommen auch die neuen neuen Boeing B737MAX oder Airbus A320neo. Bis Ende Jahr will die kanadische Nationalairline entscheiden. Auf der Strecke dürften unter anderem die 15 Embraer 175 und 45 Embraer 190 in der Flotte bleiben.



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