Auch bei der Produktion von Businessjets und Turboprops hakt es. So kommt Textron Aviation, Hersteller der Cessna- und Beechcraft-Flugzeuge, mit der Produktion nicht hinterher. Dabei läuft das Geschäft gut. In den ersten neun Monaten 2026 lieferte der Konzern 128 Citation-Jets und 111 Turboprops aus. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 122 und 103. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar und der Auftragsbestand kletterte seit Jahresbeginn von 7,7 auf 8 Milliarden Dollar.
In diesen vier Bereichen hat Textron Probleme
Im dritten Quartal bestellten Textron-Kunden so viel wie seit 2023 nicht mehr in diesem Zeitraum. Bei den Turboprop-Auslieferungen ging es zuletzt allerdings abwärts: Nach 44 Auslieferungen im zweiten Quartal waren es im dritten Quartal nur 32.
Schneller produzieren kann Textron Aviation trotzdem nicht. Denn in vier Bereichen kommen die Zulieferer nicht hinterher, wie Lisa Atherton, Chefin des Mutterkonzerns Textron, in einer Telefonkonferenz mit Analysten zu den Quartalszahlen anmerkte: Es fehlt an Triebwerken, Strangpressprofilen, Flügelholmen und Hilfstriebwerken.
Lage bessert sich, aber ist noch nicht auf Vor-Pandemie-Niveau
Gegen die Engpässe setzt Textron auf zusätzliche Lieferanten und mehr Eigenfertigung. Für die Holme ist ein zweiter Lieferant qualifiziert. Erste Teile sollen ab dem kommenden Quartal kommen, die volle Wirkung erwartet Lisa Atherton im Laufe des Jahres 2027.
Neu ist das Problem nicht. Schon seit Ende 2025 nennt Textron fehlende Triebwerke als Bremse. Bei den übrigen Zulieferern habe sich die Lage deutlich verbessert, so Atherton. Die Teileversorgung liege wieder auf dem Niveau von 2021, aber noch nicht auf Vor-Pandemie-Niveau.
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