Triebwerk von Pratt & Whitney an einem A321 Neo: Airbus erhält nicht ausreichend Motoren.

Triebwerke für A320-FamilieAirbus ist nicht einverstanden mit den Prioritäten von Pratt & Whitney

Der europäische Flugzeugbauer erhält vom Hersteller nicht ausreichend Triebwerke für die Jets der A320-Neo-Familie. Airbus-Chef Guillaume Faury kritisiert die Prioritäten, die Pratt & Whitney setzt.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Es geht langsamer aufwärts: Airbus erwartet für die A320-Neo-Familie eine stabile Produktionsrate von 75 Flugzeugen pro Monat - nun aber erst nach 2027. Bis dahin peilt der europäische Flugzeugbauer eine Steigerung des Ausstoßes auf 70 bis 75 Jets monatlich an.

Verantwortlich macht Airbus den Triebwerksbauer Pratt & Whitney. Er liefere nicht genügend Motoren für die neu produzierten Flugzeuge der A320-Neo-Familie. Bei der Präsentation der Jahreszahlen sagte Airbus-Chef Guillaume Faury am Donnerstag (19. Februar) in Toulouse, dass der Motorenbauer die zugesagten Liefermengen nicht einhalte. Und das werde die A320-Neo-Produktionsrate im Jahr 2026 beeinträchtigen und in geringerem Maße auch noch 2027. Faury betonte, dass Pratt & Whitney das zentrale Problem sei, während andere Zulieferer auf Kurs seien.

Pratt & Whitney legt Schwerpunkt auf aktive Flotte

Faury sagte, Pratt & Whitney habe seine Situation gegenüber Airbus erklärt. Der Triebwerksbauer habe darauf verwiesen, dass die Zahl der aktiven Flugzeuge, die bei Fluggesellschaften am Boden bleiben müssten, nicht so stark gesunken sei wie geplant und erwartet.

«Pratt & Whitney möchte einen Großteil seiner Mittel, seines Materials und seiner Triebwerke für die Unterstützung der Flotte bereitstellen», sagte Faury. Airbus sei mit dieser Priorisierung «sehr unzufrieden» und «nicht einverstanden». Der Triebwerksbauer müsse seine Verpflichtungen für aktive und für neu gebaute Flugzeuge erfüllen, so der Airbus-Chef.

«Wollen unsere vertraglichen Rechte durchsetzen»

Derzeit laufen Gespräche zwischen Airbus und Pratt & Whitney. Faury erklärte, diese seien wichtig, damit der Flugzeugbauer Planungssicherheit für 2026 und 2027 bekomme.

Der Airbus-Chef sagte, dass der Triebwerkshersteller seine vertraglichen Verpflichtungen derzeit nicht erfülle. «Wir wollen unsere vertraglichen Rechte durchsetzen», so Faury. Daher habe man «einen Prozess gemäß den vertraglichen Anforderungen für Streitfälle eingeleitet». Mehr könne er dazu derzeit nicht sagen. Klar sei aber, dass dies Zeit brauche.

Von der Breaking News bis zur Hintergrundanalyse: Unser Team begleitet die Luftfahrt mit Erfahrung und Leidenschaft. Unterstützen Sie unabhängigen Qualitätsjournalismus – für weniger als einen Cappuccino im Monat. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-airbus-konzern-

Airbus sammelte im Juli 204 Bestellungen ein - nur ein Storno

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.

Airbus A350 F - geschüttelt, nicht gerührt

BelugaXL auf dem Landeanflug

Erleben Sie hautnah, wie Airbus in Hamburg Flugzeuge baut

ticker-sri-lankan

Airbus-Korruptionsaffäre in Sri Lanka: Gericht fordert Ermittlungsbericht

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin