Flybe gets a late Christmas present from the government.

Rettung vor KollapsBritische Regierung greift Flybe unter die Arme

Die britische Regionalairline ist gerettet. Die Regierung in London hat sich mit den Aktionären auf einen Hilfeplan für Flybe geeinigt.

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Monarch, Fly BMI und Thomas Cook ließ die Regierung des Vereinigten Königreiches untergehen. Bei Flybe hat sie das nicht gewagt. Keine andere Fluggesellschaft bietet so viele Inlandsverbindungen an, wie die Regionalairline mit den lila Flugzeugen. Und sie steuert auch besonders viele Regionen an, denen es wirtschaftlich nicht bestens geht.

«Wir freuen uns, dass wir uns mit den Aktionären von Flybe darauf geeinigt haben, den Betrieb des Unternehmens aufrechtzuerhalten und damit sicherzustellen, dass die Regionen Großbritanniens verbunden bleiben», sagte die britische Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom am Dienstagabend in London (14. Januar). Das Rettungspaket, das noch nicht im Detail bekannt ist, sieht eine Reduktion der Ticketsteuer (Englisch: Air Passenger Duty) vor, um Flybe zu entlasten.

Flybe wird zu Virgin Connect

«Wir freuen uns über die Unterstützung durch die Regierung und das positive Ergebnis für unsere Mitarbeiter, unsere Kunden und das Vereinigte Königreich», teilt die Fluggesellschaft in einer Mitteilung mit. Flybe sei weiterhin bestrebt, mit der Unterstützung der Aktionäre Flugverbindungen für die Regionen Großbritanniens bereitzustellen. Genau dabei gab es in den letzten Monaten aber Probleme. Die harte Konkurrenz durch Billiganbieter, Bus und Eisenbahn und der anziehende Kerosinpreis sorgten für steigende Verluste. Deshalb suchte die Regionalairline in den letzten Tagen hektisch nach einer Lösung, um den Kollaps abzuwenden.

Im März vor einem Jahr hatte ein Konsortium aus der amerikanischen Finanzfirma Cyrus Capital (40 Prozent), dem auch in der Luftfahrt aktiven britischen Mischkonzern Stobart Group (30 Prozent) und Virgin Atlantic (30 Prozent) Flybe gekauft. Es hatte danach 100 Millionen investiert. Im laufenden Jahr soll Flybe in Virgin Connect umgetauft werden und vermehrt als Zubringer für die britische Fluggesellschaft dienen.

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