Dash 8 von Flybe: Überlebt die Fluggesellschaft?

Suche nach frischem GeldFlybe versucht erneut, einen Kollaps abzuwenden

Trotz neuer Aktionäre steigen die Verluste bei der britischen Regionalairline weiter. Deshalb braucht Flybe erneut eine Geldspritze. Sonst droht das Grounding.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Im November vor einem Jahr zog man bei Flybe die Reißleine. Das schwache Pfund, hohe Treibstoffkosten und eine stärkere Konkurrenz brachten die britische Regionalairline finanziell in Schieflage. Sie begann deshalb, einen kapitalkräftigen neuen Eigentümer zu suchen.

Sie fand ihn. Ein Konsortium aus der amerikanischen Finanzfirma Cyrus Capital (40 Prozent), dem auch in der Luftfahrt aktiven britischen Mischkonzern Stobart Group (30 Prozent) und Virgin Atlantic (30 Prozent) übernahm Flybe. Bevor es so weit war, tobte allerdings ein Streit zwischen Aktionärsgruppen, was die Fluglinie weiter schwächte.

Größte Regionalfluggesellschaft Europas

Die neuen Besitzer investierten rund 100 Millionen Pfund oder umgerechnet 117 Millionen Euro in die Fluggesellschaft, die 2020 den Namen Virgin Connect annehmen soll. Doch offenbar reichte das Geld nicht. Wie der britische Nachrichtensender Sky News berichtet, stiegen die Verluste bei Flybe in den letzten Monaten weiter an. Deshalb suche die Regionalairline hektisch weitere Mittel, um einen Kollaps abzuwenden.

Die Regierung sei über die Lage informiert worden, heißt es im Bericht weiter. Dabei wird offenbar auch geprüft, inwieweit sich der Staat an einer Rettung beteiligen könnte. Flybe ist die größte Regionalfluggesellschaft Europas und führt über die Hälfte der Inlandsflüge im Vereinigten Königreich durch, die nicht in London starten oder landen.

Flybe fliegt in zwölf Länder

Flybe bedient aktuell mit einer aktiven Flotte von 66 Flugzeugen - Dash 8 Q400, ATR72 sowie Embraer E175 und E195 – mehr als 180 Routen in Europa und steuert 71 Flughäfen in zwölf Ländern an. Man konzentriere sich «weiterhin darauf, seinen Kunden einen hervorragenden Service und Konnektivität zu bieten, um sicherzustellen, dass sie weiterhin wie geplant reisen können. Wir kommentieren keine Gerüchte oder Spekulationen», kommentiert die Fluglinie den Bericht.

Mehr zum Thema

Flieger von Flybe: Die Marke verschwindet.

Flybe wird zu Virgin Atlantic

Bombardier Dash 8 Q400 von Flybe: Als Virgin Connect sind auch größere Flugzeuge vorgesehen.

Virgin Connect sucht größere Flugzeuge

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil