Produktion der C-Series in Montreal: Das Flugzeug fliegt und es fliegt gut.

StellenabbauBombardier trimmt sich für die C-Series fit

Der kanadische Konzern baut weltweit 7500 Stellen ab. Das muss Bombardier auch tun, um sein Projekt C-Series zu retten. Noch steht der wirtschaftliche Erfolg aus.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

7500 Stellen baut Bombardier über die kommenden zwei Jahre ab - die meisten davon im Bahngeschäft. Aber auch in der Luftfahrtsparte fallen Arbeitsplätze weg, wie der kanadische Konzern am Freitag (21. Oktober) bekannt gab. Die Nachricht ist für die Angestellten umso härter als dass im Februar bereits eine Verminderung des Personalbestandes um 7000 Mitarbeitende beschlossen worden war. Mit dem neuerlichen Abbau will Bombardier weitere 300 Millionen Dollar pro Jahr sparen.

Ein zentraler Auslöser für das verschärfte Sparprogramm ist die C-Series. Bombardier ging vor zwölf Jahren ein großes Risiko ein, als das Management den Bau eines völlig neuen Flugzeuges beschloss. Ein Start bei Null hat den Vorteil, dass man technologisch viel weiter gehen kann als bei einer Weiterentwicklung eines bestehenden Produktes, das aufgrund der Verbindungen zu den alten Programmen immer ein Kompromiss bleibt. Darum wird die C-Series auch von rundherum als technologisch tolles Flugzeug gelobt. Die Erwartungen im Alltagsbetrieb wurden bei Erstbetreiberin Swiss ebenfalls gut erfüllt.

Wertvolle Zeit verloren

Doch der Neubau eines Passagierflugzeuges ist mit gigantischen Kosten verbunden. Das spürt Bombardier. Die drei Konkurrenten Airbus mit dem A319 Neo, Boeing mit der 737 Max 7 und Embraer mit den E2-Jets haben alle reagiert und dabei auf Weiterentwicklungen gesetzt. Das ist viel billiger. Dass Bombardier zugleich wertvolle Zeit verlor, weil sich die C-Series verspätete machte die Lage noch ungemütlicher.

Auf dem Markt können die Mitbewerber nun mit eigenen Produkten und tieferen Preisen punkten. Die beiden letzten Orders der C-Series von Air Canada und Delta Air Lines konnte Bombardier denn auch nur zu nicht wirtschaftlich nachhaltigen Preisen an Land ziehen. Auf den beiden Bestellungen wurden hohe Abschreibungen vorgenommen.

Neue Orders nötig

Nur wenn die Kanadier die Kosten senken können, können sie auch bei preislich attraktiver werden. Das braucht Bombardier dringend, um gegen die harten Konkurrenten zu bestehen. Neue Oders sind daher dringend nötig. Denn nun wird die Produktion Schritt für Schritt hochgefahren - das kostet. Und es ist noch ein ganz schönes Stück bis zum Punkt, wo das Programm seine Kosten herein gespielt hat.

Mehr zum Thema

ticker-bombardier-neu

Bombardier übernimmt kanadisches Werk von Mitsubishi

Bombardier Challenger 3500: Die Ryanair Group hat vier Flugzeuge im Portfolio.

Ryanairs geheime Bombardier-Challenger-Flotte

ticker-bombardier-neu

Südkorea setzt bei zweitem Militärprogramm auf Bombardier Global 6500

ticker-bombardier-neu

Bombardier und Rolls-Royce erweitern Zustandsüberwachung für Global-Reihe

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg