Boeing 737 Max: Nur wenige Monate nach Aufhebung des weltweiten Groundings gibt es neue Schwierigkeiten.

Elektrik-ProblemeBoeing setzt Auslieferungen von 737 Max erneut aus

Wegen einem Problem mit der Elektrik müssen mehr als 100 Boeing 737 Max überprüft werden. Deshalb pausiert der Hersteller jetzt erneut die Auslieferungen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Anfang April sprach Boeing eine Warnung aus. Ein paar Dutzend bereits an Kunden ausgelieferte 737 Max hätten Probleme mit der Elektrik, so der Flugzeugbauer. Sie müssten überprüft werden. Konkret geht es um eine Backup-Steuereinheit des elektrischen Systems.

Inzwischen weiß man, dass mehr Flieger betroffen sind. Über 100 Boeing 737 Max von 16 Fluggesellschaften müssen vorerst am Boden bleiben. Betroffen sind auch Jets von Tui, Icelandair oder Turkish Airlines. Der Mangel könnte zu einem Kurzschluss führen und katastrophale Folgen haben, wenn er nicht schnell behoben wird.

Warten auf das Okay der FAA

Dies dauert jedoch offenbar länger als zuerst gedacht. Und so zog Vorstandsvorsitzender Dave Calhoun die Notbremse. Boeing liefert vorübergehend keine 737 Max mehr aus, bis eine Lösung entwickelt wurde, die von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA genehmigt worden ist. Lange soll das nicht mehr dauern.

Pro Flugzeug nimmt die Reparatur allerdings mehrere Tage in Anspruch. Calhoun ist zuversichtlich, dass die ausfallenden Auslieferungen bis Ende des Jahres vollständig aufgeholt werden können.

Kein Zusammenhang mit MCAS

Die erst kürzlich entdeckten Elektrikprobleme der Boeing 737 Max sind neu und stehen laut der FAA ausdrücklich nicht im Zusammenhang mit dem Steuerungssystem MCAS, das bereits für zwei Abstürze führte - und von März 2019 bis Ende 2020 ein weltweites Flugverbot zur Folge hatte.

Boeing sagte Anfang des Monats, dass es sich um einen Produktionsfehler seitens des Herstellers handele, der nur manche Flugzeuge betrifft. 737 Max, die definitiv nicht betroffen sind, dürfen weiterhin fliegen. Wie viele noch nicht ausgelieferte Jets inspiziert werden müssen, ist unklar.

Mehr zum Thema

... am 28. März 2021. Die Maschine ist gut zwei Jahre alt.

Welche Airlines in Europa Boeing 737 Max betreiben

... am 28. März 2021. Die Maschine ist gut zwei Jahre alt.

Neues 737-Max-Problem trifft auch Tui, Turkish und Icelandair

Boeing 737 Max über Istanbul: Wird ein selteneres Bild sein als gedacht.

Turkish Airlines will gleich 50 Boeing 737 Max weniger

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier