Batterie des Dreamliners: Ein Feuer im Flug wäre «katastrophal».

Dreamliner: Feuer war hartnäckig

Die US-Behörden veröffentlichten einen ersten Zwischenbericht zur Untersuchung der Probleme des Dreamliners. Darin zeigen sich einige Probleme von Boeing.

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Eines ist nun klar. Boeing kann ziemlich froh sein, dass das Batteriefeuer nach und nicht während eines Fluges ausbrach. Die amerikanische Untersuchungsbehörde National Transportation Safety Board veröffentlichte in der vergangenen Woche ihren ersten Zwischenbericht zur Untersuchung der Batterieprobleme des Dreamliner. Er zeigt, dass die Zwischenfälle insgesamt alles andere als harmlos waren. So hieß es nach dem ersten Batteriebrand eines Dreamliners in Boston, es gebe keine Verletzten. Doch wahr ist das nicht. Denn wie der Bericht enthüllt, wurde ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten verletzt, weil das Feuer so schwer unter Kontrolle zu bekommen war. Achtzig Minuten dauerte es vom Ausbruch des Brandes, bis zur Löschung.

Nach den Problemen mit den Batterien des Hilfsaggregates und weiteren Mängeln musste die gesamte Flotte von B787 ab dem 16. Januar am Boden bleiben, bis die Behörden in den USA und in Japan die Jets untersucht haben und es eine Lösung für das Problem gibt. Boeing hat inzwischen einen Vorschlag vorgestellt. Man sei «sehr zuversichtlich», dass er nachhaltig und gut sei, hieß es vom Flugzeugbauer. Doch war es um die erste Variante der Batterien alles andere als gut bestellt. In dem 547-Seiten-Bericht (siehe Link unten) enthüllen die Behörden so Einiges, was dem Hersteller zu denken geben dürfte.

Ein Feuerwehrmann verletzt

Dass ein Feuer der Lithium-Ionen-Batterien alles andere als harmlos verlaufen kann, war offenbar Boeing bekannt. Der NTSB-Bericht zitiert den Flugzeughersteller mit Worten aus Berichten, die vor dem Zwischenfall veröffentlich wurden. Ein Brand der Batterie habe «katastrophale» Folgen, heißt es da. Schon vorher hatte man daher offenbar vor, Schutzmechanismen in die Flieger einzubauen. Doch als einzigen möglichen Grund für einen Brand identifizierte der Flugzeughersteller Überhitzung. Die Wahrscheinlichkeit eines Batterie-Feuers schätzte Boeing als eins in zehn Millionen Flugstunden ein. Im Januar 2013 gab es gleich zwei solche Zwischenfälle nach gerade einmal 52'000 Flugstunden.

Auch aus anderen Gründen steht Boeing nach dem Zwischenbericht alles andere als gut da. So stellte sich auch heraus, dass der Hersteller nicht genügend Tests an den Batterien durchgeführt hatte. Der größte Teil der Prüfungen wurde von Thales and Securaplane durchgeführt, die auch für einen Großteil der Produktion der Batterien verantwortlich sind. Offenbar konnte keine der beiden Unternehmen überzeugend beweisen, dass die Batterien vergleichbare Tests mit «einem vollen Lebenszyklus» bestanden haben.

Nicht genügend Tests

Von Boeing heißt es lediglich, man arbeite mit den Behörden gemeinsam an der Lösung des Problems. Wenn man nicht hundertprozentig sicher sei, dass die entwickelte Lösung optimal sei, hätte man sie nicht präsentiert, äußerte sich erst in der vergangenen Woche Ray Conner, Chef von Boeings Zivilflugzeugsparte. Im Grunde hänge nun alles einfach davon ab, ob und wann die Federal Aviation Administration FAA den Vorschlag durchwinke. «Dann geht alles sehr schnell.»

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